Filed under: southern cali
in der frage disneyland vs. universal studios entschieden wir uns für letztere. weil: wir sind beide nicht mehr 5, wir mögen psycho mehr als mickey mouse, die universal studios waren näher zum hotel (d.h. weniger l.a. verkehr), abends wollten wir noch zu einem tv screening und das war auch quasi um die ecke. also bissen wir in den sauren apfel und blätterten erst 12$ fürs parken und dann ca. 80$ (pro kopf wohlgemerkt) für den eintritt hin.
vorbei an der unfreundlichen, übergenauen einlassfrau und endlich drin im park wollten wir erstmal zur studio tour, die auch als auftakt und einstimmung empfohlen wird. ich muss sagen, das ist bei weitem nicht so toll wie es sich anhört. man sitzt in überdimensionierten golfwägelchen, von denen 4 zusammengehängt sind. das macht insgesamt schätzungsweise 100 leute pro tour. dann fährt man durchs studio gelände, aber meistens heißt es nur: da drinnen filmen sie gerade xxx – und weiter geht es. noch schlimmer sind die eingebauten späßchen bei denen die wägen wackeln oder auch besonders gerne mit wasser bespritzt werden. das mag ja im august super sein, aber im oktober irgendwie weniger.
was wir schließlich zu sehen bekamen: wisteria lane im vorbeifahren, weil dort gerade gefilmt wurde; das psycho motel mit einem unüberzeugenden norman bates, der erst eine verhüllte frau im kofferraum verpackte und dann mit einem messer auf uns losstürmte; das set eines flugzeugabsturzes aus einem film von spielberg, den ich aber nicht kenne; den central park (mitten in l.a.) und eine western stadt. dort sind manchehe türen übrigens besonders klein und andere besonders groß. in die großen stellt man die frauen, damit sie zierlich und hilflos aussehen, in die kleinen die männer, damit sie groß und stark wirken. hach, das ist einfach alles so primitiv.
nach ende der studio tour liefen wir schnell zum neuen simpsons ride. die schlangen waren recht lang, aber es hat sich gelohnt: in einem ruckelnden, wackelnden, stürzenden (aber eigentlich stationären) wagen saß man vor einer 3d leinwand und erlebte wie die simpsons in krusty’s vergnügungspark durch verschiedene sabotageakte einen ziemlich gruseligen tag verbringen: von der achterbahn fallen, durch die luft fliegen und im mund einer überdimensionierten maggie landen, die einen zum glück gleich wieder ausspuckt… wobei man mit wasser vollgespritzt wird. das klingt bescheuert, war aber wirklich täuschend echt und dabei konnte man sich doch immer noch in der sicherheit wiegen gerade nicht wirklich 100m in die tiefe zu stürzen.
anschließend sahen wir uns einen 3d shrek film mit 3d brillen, wackelnden sitzen und… kleinen wasserspritzvorrichtungen in den vordersitzen an. war nach der wackelei vorher ziemlich langweilig. aber immerhin bekamen wir ein foto mit shrek. shrek ist toll. dann sahen wir uns noch eine waterworld show an, eine völlig überholte show zu special effects mit feuer (gähn!) und eine pseudo-komische show über verschiedene andere special effects.
gefahren sind wir natürlich auch noch was, und zwar eine jurassic park wasserbahn, die aber letztendlich nicht viel mehr konnte, als die, die man vom jahrmarkt kennt. luis fuhr noch mit dem mummy ride, aber ich weigerte mich, weil es da drin dunkel und geisterbahnig war und man vor- und rückwärts achterbahn fahren musste. dann war es auch schon zeit zu gehen, denn bald fing das screening der show “new adventures of old christine” mit elaine von seinfeld in den warner bros. studios an.


es war interessant mal bei so einem screening dabei zu sein. wir wurden ins studio geführt und stellten dann quasi einen teil der live studio audience dar. unsere aufgabe war es bei den verschiedenen szenen zu lachen. stellen bei denen keiner gelacht hatte, wurden dann am set direkt umgeschrieben und wiederholt. man sah also immer wieder leicht verschiedene sachen, im großen und ganzen musste man aber doch ca. 3 mal über die selben witze lachen. um uns das zu erleichtern gab es einen publikums-bespaßer, der in den pausen frewillige verarschte, über die crew witze riss und uns in der tat ganz gut bei laune hielt. insegsamt waren aber die knapp 4 stunden, die es letztendlich dauerte doch etwas zu viel des guten, und am ende wollte man die darsteller am liebsten für jeden versprecher erwürgen.
jedenfalls waren wir sehr froh, als wir um 20:30 endlich gehen durften und an diesem tag (außer dem trockenen stück pizza, das es im studio gegeben hatte) doch noch was zu essen bekamen – mal wieder sandwiches im bett. dazu hörten wir uns nachrichten über die brände an und erschauerten jedes mal, wenn ortsnamen fielen, in deren nähe wir am vortag noch gewesen waren.
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