Luis and Johanna do America


day 14: what happens in vegas
November 19, 2008, 1:25 pm
Filed under: las vegas

der erste programmpunkt für diesen tag war das frühstücksbuffet im bellagio. einmal wollte ich so richtig die vielfalt des amerikanischen frühstücks genießen. für 14$ erhielten wir zutritt zum sehr ansprechenden buffet-raum. dort wurden wir erstmal mit kaffee und frischem, köstlichem orangensaft versorgt. und dann ging es los. luis holte sich french toast mit ahornsirup und reichlich vanille und schokoladen-softeis. ich denke hier hat der reiz des verboteten eindeutig eine rolle gespielt. ich legte meine auswahl etwas breiter an: eine waffel (mit einem kleinen bellagio-b auf der vorderseite), 2 stücke french toast, einige pancakes, viel ahornsirup, knuspriger bacon und ein paar frühstücks-würstchen. danach waren wir beide schon zeimlich satt  – kein wunder bei so vielen kohlehydraten am morgen.

aber natürlich mussten die 14$ aufs vollste ausgenutzt werden. zumal es inzwischen nach 11 war und das buffet dementsprechend auf mittagessen umgerüstet wurde. luis holte sich noch eine portion garnelen (ging natürlich nicht anders, war aber eine enttäuschung, da shrimps nicht frisch sondern wässrig und kalt. kein wunder mitten in der wüste) und 2 stücke pizza. ich wollte unbedingt noch eggs benedict probieren (wenig begeisternd), außerdem natürlich auch pizza frühstücken und fürs gute gewissen noch etwas obst: ananas und überaus leckere erdbeeren mit sahne. auf dem rückweg zum tisch erspähte ich eine schüssel mit köstlich aussehendem salade nicoise. den wollte ich in der nächsten runde probieren. dazu kam es aber leider nicht mehr. schon den zweiten teller konnte ich kaum leer essen und luis seinen ebensowenig.

wir rollten also aus dem buffet-raum, zurück ins casino, wo die leute schon wieder spielten und tranken und rauchten. ich glaube mir war noch nie so schlecht wie in diesem moment. zumindest nicht vom essen unverdorbender nahrungsmittel. ich habe mich kurz ernsthaft gefragt, was man wohl mit mir machen würde, sollte ich gezwungen sein mich neben eine slot machine, auf den psychedelischen casino-teppich zu übergeben. zum glück verflog diese anwandlung wieder. aber ich habe mir trotzdem geschworen für den rest meines lebens nie nie nie wieder ein buffet aufzusuchen. zur erinnerung soll mir dieses plakat des buffets im luxor dienen:

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um die essensberge in unseren mägen in energie umzusetzen beschlossen wir einen kleinen spaziergang am strip entlang zu machen. draußen tobte ein wüstensturm, der mir immer wieder marilyn-mäßig mein kleid entriss und binnen minuten unsere münder aufs unerträglichste austrocknete. wir sahen uns noch einige weitere hotels und casinos an, wobei die casinos eigentlich alle gleich ausschauen. aber die mottos der hotels sind zum teil schon witzig, z.b. treasure island und new york, new york. so bekam ich auch die freiheitsstatue noch aus der nähe zu sehen.

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das mandalay bay hat zwar kein theme, gefiel uns aber ganz gut. es geht ins luxor über, das pyramiden-förmige hotel, das trotz aufwändigen umbauten hässlich und veraltet und vergammelt und überholt aussieht. etwas deprimierend. das treaure island ist von innen auch wenig überzeugend, das theme ist einfach irgendwie ätzend und man fühlt sich wie in einem alptraum von walt disney. das mgm grand war aber wieder sehr cool, obwohl auch nicht das neuste. im sportwetten bereich ruhten wir uns erst etwas aus und sahen uns dann die verschiedenen restaurants an (die speisekarten wohlgemerkt nicht) und waren durchweg vom design begeistert. auch eine vending machine für ipods und ähnliches hat uns überzeugt.

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auf dem rückweg kauften wir uns noch zwei flaschen wasser und machten uns dann im bellagio angelangt direkt auf zum pool um so weiter der austrocknung vorzubeugen. dort war es toll, denn man bekam 2 riesige handtücher, musste als hotelgast keinen eintritt bezahlen, traf keine nicht-hotel-gäste an, befand sich in sehr angenehmem ambiente, konnte sich stundenlang in den hot tub setzen und von dort aus cocktails (frozen margarita! strawberry daiquiri!) bestellen und diese dann aufs zimmer buchen lassen. nur der bereits erwähnte stürmische wind sorgte für etwas unbehagen, da er zeitweise so stark war, dass er wasser aus den pools herauswehte was unangenehm war, wenn man gerade neben einem kalten becken stand.

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leider schloss der pool (in der nebensaison) um 6, sonst hätten wir dort ohne weiteres noch stunden verbringen können. stattdessen gingen wir zurück ins zimmer, zogen uns um und machten uns etwas widerwillig auf die suche nach essbarem. der gedanke war zwar kein schöner, aber irgendwie würden wir an diesem tag doch noch etwas essen müssen. entsprechend dieser lustlosen einstellung hatten wir keine lust viel auszugeben und entschieden uns deshalb fürs bellagio café. das essen (caesar’s salad und nudelgericht) war dann doch wieder sehr gut und schmeckte auch. dazu trank ich einen weiteren cocktail, schließlich waren wir ja in las vegas. direkt nebenan, im atrium, war schon alles unfreiwillig gruselig halloween-mäßig dekoriert.

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nach dem essen wollte luis dann endlich black jack spielen. wir hatten am vorabend noch herausgefunden, dass es doch 5$ tische gab, und zwar die tische, die für rollstuhlfahrer gedacht sind (das sieht man daran, dass sie niedriger sind als die anderen). ich finde das sonderbar: muss man gehbinderte menschen mehr als andere davon abhalten ihr geld aus dem fenster zu werfen? ziemlich herablassend finde ich (fand auch ein mitspieler, der gerne viel mehr gesetzt hätte aber wegen seinem rollstuhl auf den 5$ tisch festgelegt war). luis jedenfalls ließ sich 40$ in münzen geben und trotz gelegentlicher gewonnener runden und hilfreichen mitspielern war dieses geld nach einer viertelstunde leider verschwunden.

wir wollten dann unser glück nochmal an unserer lucky slot machine vom vortrag probieren, aber leider sprang außer 2 complimentary cocktails dieses mal nichts dabei heraus. was mal wieder belegt was man eh schon wusste: glücksspiel ist die falsche strategie um geld zu vermehren. man darf es nur als spaß ansehen und das eingesetzte geld von vornherein als verloren ansehen. dann kann man höchstens positiv überrascht werden.

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1 Comment so far
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Hihi :) Das ist echt wie aus einer anderen Welt… endloses Essen, Disney-Gebäude und Cocktails am Wüstenwind verwehten Pool… cool.

Comment by Svenja




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