Luis and Johanna do America


day 9: hwy 1 pt 1
November 11, 2008, 9:32 pm
Filed under: northern cali

an diesem samstag mussten wir leider unser liebgewonnenes comfort inn an el camino real verlassen. zuerst fuhren wir ein stück in richtung norden auf dem highway 280 und in pacifica dann schließlich an die küste. unterwegs haben wir an einem aussichtspunkt gehalten, um einmal die kalifornischen hügel von oben zu betrachten. wie dave eggers sagen würde: mohair hills

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als wir in pacifica am pazifik ankamen war es nebelig und windig und nicht gerade warm. ich konnte gut verstehen, warum die bäume dort sich so zusammen kauern. ein bisschen hat mich die ganze stimmung an sylt und nordsee erinnert. kalifornien kann eben mehr als palmen und wüste. nach einem kleinen spaziergang auf der strandpromenade und einigen begegnungen mit sehr frechen raben (vgl.: alfred hitchcock: die vögel) haben wir erstmal im auto gefrühstückt.

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der highway 1 schlängelte sich immer nahe am meer entlang und ich hatte ein schlechtes gewissen, dass luis als fahrer nicht so viel von der aussicht hatte wie ich. deshalb sind wir auch immer wieder angehalten und ausgestiegen, so zum beispiel an einer lagune und an einem leuchtturm. außer meer und strand gab es außerdem ständig kürbis-felder an der straße und auf diversen pumpkin patches haben sich die leute schonmal für halloween eingedeckt.

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santa cruz war die erste nennenswerte stadt an der wir vorbeikamen. wir fuhren erstmal zum boardwalk – einem dieser vergnügungsparks direkt am strand. das parken gestaltete sich schwierig, da wir nicht bereit waren 10$ dafür zu bezahlen (ich weiß schon, ich schreibe zu viel über geld) – aber schließlich haben wir eine freie parkuhr gefunden und dank im automaten gewechseltem geld dort für eine stunde bezahlt und geparkt.

am boardwalk haben wir uns erstmal einen corndog gegönnt – das ist ein hotdog, der in sonderbaren teig gehüllt und dann frittiert wird. ich kann euch versichern, die sache war genau so widerlich, wie der name und die beschreibung sich anhören. beurk. da uns danach beiden ein klein wenig schlecht war beschlossen wir auf eine achterbahnfahrt zu verzichten. an einer kleinen bude konnte man tickets kaufen mit denen man dann die verschiedenen rides bezahlen musste. wir haben einige gekauft und sind dann mit einer art gondelbahn gefahren, die langsam über den gesamten boardwalk in einiger höhe hinwegführte.

als wir in unserer gondel saßen, nur mit einer lächerlich wirkenden stange über unseren beinen gesichert, wurde uns doch etwas mulmig und wir bereuten, nicht doch lieber achterbahn gefahren zu sein. die ganze fahrt unterhielten wir uns darüber, was wohl passieren würde, wenn wir abstürzten und dass luis bessere überlebenschancen hätte, weil seine hälfte sich über sand befand. ich muss sagen, das waren genau die ermutigenden worte, die ich in diesem moment hören wollte. dafür nochmal danke!

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nachdem wir das teufelsding mit ztternden knien aber sonst natürlich unbeschadet wieder verlassen hatten, wollten wir nur noch zu unserem auto zuück und machten dann noch einen abstecher in die innenstadt von santa cruz. haight ashbury war ja schon nicht arm an sonderbaren gestalten gewesen, aber die leute hier waren noch ein bisschen krasser, zum teil war ihnen der regelmäßige konsum der einen oder anderen droge deutlich anzumerken und anzusehen. wir parkten wieder an einer parkuhr und sahen uns einige der shops an, wurden aber nicht fündig.

also ging die fahrt weiter nach monterey, wo die nächste übernachtung vorgesehen war – wieder in einem comfort inn. dadurch, dass es genau am flughafen lag, war es leicht zu finden. ganz so schön wie in unserem bisherigen heim war es hier nicht, aber wir fühlten uns trotz der etwas dunkleren farbgebung ganz wohl.

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nachdem wir unsere koffer abgestellt hatten, machten wir uns nochmal auf den weg, um das nachtleben von monterey zu erkunden. fisherman’s wharf haben wir uns gespart, weil der reiseführer meinte, das sei auch nichts anderes als in san francisco und fisherman’s wharf dort hatten wir ja schon vor jahren als touristen-falle entlarvt. wir fuhren also zur cannery row – einer gegend wo früher mal sardinen eingedost wurden. dort gibt es heute einige restaurants und andere geschäfte zur erheiterung von touristen sowie das wohl sehr sehenswerte aber zu dieser zeit natürlich geschlossene aquarium.

da unser letzter restaurantsbesuch noch nicht lang genug zurücklag fuhren wir weiter und machten noch einen abstecher zu safeway um mal wieder eine neue sorte ben & jerry’s kennen zu lernen. cinnamon buns hat uns auch nicht enttäuscht. dafür der dazu angeschaute neue x-files film aber umso mehr.

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3 Comments so far
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die ganze fahrt unterhielten wir uns darüber, was wohl passieren würde, wenn wir abstürzten und dass luis bessere überlebenschancen hätte, weil seine hälfte sich über sand befand. ich muss sagen, das waren genau die ermutigenden worte, die ich in diesem moment hören wollte. dafür nochmal danke!

Ich hab ja nur versucht die Fakten darzulegen und dich aufzumuntern. Nachdem du die Mountain Lions überlebt hattest, dachte ich du fühlst dich sicher genug ;)

Comment by Luis

Ich find nicht, dass du zu viel über Geld schreibst – das gehört dazu! Genauso wie das Essen ausprobieren. Aber ich muss zugeben, selbst ich finde corndogs beurk… Freu mich auf den Rest der Geschichte!

Comment by Svenja

ich bin so neidisch !! ich mag auch cinnamon buns Ben & Jerry´s Eis :-D

Comment by Lena




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