Filed under: northern cali
dieser tag begann für uns beide bei starbucks. für luis mit white chocolate moca oder einer ähnlichen delikatesse und für mich mit einem sehr fiesen soy latte – venti auch noch. das war meine kulturwissenschaftliche neugier. ich mag ja sojamilch gern (vor allem wenn sie silk heißt wie bei the l-word), aber warm und schaumig: igitt. tapfer habe ich das zeug trotzdem auf unserer fahrt richtung san francisco ausgetrunken. dort, in san fran, war es richtig klischeemäßig neblig so dass das klischeemäßige golden gate bridge bild ziemlich mistig ausgefallen ist. trotzdem der vollständigkeit halber:
nach san francisco selber fuhren wir an diesem tag gar nicht sondern weiter richtung norden, durch sausalito das ich vom schüleraustausch vor 8 jahren sehr nett in erinnerung hatte. diesmal wars nicht sehr begeisternd, dafür haben wir einen tollen supermarkt entdeckt in dem es die größten mengen fein säuberlich gestapelten gemüses gab, die ich je gesehen habe. das muss für jemanden dort eine richtige lebensaufgabe sein. und einen blick auf die stadt jenseits der bucht haben wir noch erhascht. links außerhalb des bildes liegt alcatraz.
danach ging die fahrt weiter an unser eigentliches ziel: sonoma valley, das neben napa valley einen teil von wine country nördlich von san francisco ausmacht. napa kennt man vielleicht, weil mr. big sich dort mal einen weinberg gekauft hat. ganz genau wollten wir erstmal nach glen ellen (wo wir auf einer seitenstraße 2 rehe erblickten) und dort in den jack london state park. das ist land, das früher dem autor von wolfsblut etc. gehört hat und auf dem er auch landwirtschaft betrieben hat.
nachdem man uns 7$ eintritt abgeknöpft hatte mussten wir nun wohl oder übel etwas zeit dort verbringen – widerwillig rangen wir uns durch einen kleinen hike zu taken. 10 minuten den ersten trail hinunter begegnete uns aber ein verhängnisvolles schild: beware of mountain lions. da wir so ziemlich die einzigen besucher des parks waren, machte uns diese ankündigung doch etwas angst in die wir uns gegenseitig völlig übertrieben hineinsteigerten und so schließlich beschlossen umzukehren und einen anderen wanderweg auszuprobieren.
der zweite weg führte an jacks cottage vorbei und angeblich schließlich zu einem see. als wir in schon fast zur hälfte geschafft hatten, erspäten wir am wegesrand schon wieder ein mountain-lion-schild. aber dieses mal blieben wir stark und wanderten mutig durch wald und regen zum see der sich als ein schlammiges ausgetrocknetes loch entpuppte. passte irgendwie. auf diesen bildern sieht man: das cottage, den doofen see und mein dem anlass perfekt angepasstes outfit. (sogar eine tigerfell-tasche um den mountain lion richtig in rage zu versetzen)
nach dieser eigentlich unzumutbaren anstrengung mussten wir uns erstmal mit ein paar sandwiches bei einem picknick im auto stärken. danach machten wir uns auf den weg ins napa valley. unserem reiseführer zufolge ist sonoma valley liberaler während napa valley sehr konservativ und auch ein kleines bisschen angesehener ist. ich muss sagen, es sah dort auch alles irgendwie beeindruckender aus. die vineyards (weinberge wäre der falsche ausdruck, denn sie waren flach) schienen mehr ins reih und glied zu stehen und die auffahrten zu den wineries waren erheblich pompöser.
wir durchquerten das tal bis wir schließlich beim culinary institute of america (abkürzung c.i.a.) ankamen. da würde ich auch gerne kochen lernen. ein richtiges schloss und ein super ausblick. da es zu früh war zum abendessen und uns 30$ für eine vorspeise auch etwas übertrieben vorkamen, ließen wir das sicherlich ausgezeichnete restaurant diesmal aus. stattdessen sahen wir uns den shop und die riesigen weinfässer im weinkeller an.
es war schon spät und wir hatten genug gesehen und machten uns deshalb auf den rückweg. drei zwischenstops legten wir allerdings noch ein, bevor wir im hotel ankamen: einen zum tanken, das viel günstiger war als befürchtet. einen bei target, wo wir für wahnsinnig wenig geld eine uhr, boxershorts, ein t-shirt und ein paar schuhe bekamen. und schließlich einen bei carl’s junior, einer fastfood-kette bei der ich einen burger mit guacamole essen wollte. als ich aber im hotel hineinbiss stellte ich fest, dass man ausgerechnet die guacamole weggelassen hatte. da geh ich nie wieder hin! um mich wieder aufzuheitern haben wir uns im fernsehen noch ein bisschen angeschaut, wie palin sich bei der vice-debate zum deppen gemacht hat.
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Und wir haben keinen schluck Wein getrunken
Comment by Luis October 20, 2008 @ 3:06 pm