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bevor wir uns auf den weg machen konnten, mussten erstmal unsere zwei koffer und die neu dazugekommene reisetasche gepackt werden. dann machten wir noch einen umweg an einer mall vorbei, weil ich unbedingt nochmal zu victoria’s secret wollte. bis unser flug ging blieb immer noch genug zeit das moca aufzusuchen, das museum of contemporary art. es liegt quasi neben der walt disney concert hall von frank gehry – zum glück hatten wir auf diese weise die gelegenheit dieses faszinierende gebäude aus der nähe zu sehen.
die parkplatzsuche gestaltete sich fast unmöglich und schließlich mussten wir nachgeben und 12$ hinblättern – obwohl wir nach der ganzen sucherei nur noch eine stunde hatten. der eintritt im moca war auch nicht gerade geschenkt, aber nun waren wir schon da. leider wurde nicht die sammlung gezeigt, die in meinem reiseführer sehr gelobt gewesen war. stattdessen war in einem teil des museums eine retrospektive des deutschen künstlers martin kippenberger zu sehen. in der anderen hälfte wurde eine louise bourgeois ausstellung vorbereitet, die ich sehr gerne gesehen hätte. über die trennwände hinweg konnte man schon eine große spinnenskultpur ausmachen. herr kippenberger begeisterte uns leider weniger, aber über den nostalgischen “kenner trinken württemberger”-aufkleber auf diesem mit brauner farbe und haferflocken gestrichenen auto haben wir uns beide gefreut.
besonders lang hat uns die ausstellung nicht beschäftigt und so blieb noch zeit den museums-shop aufzusuchen. davor stand eine beeindruckene skulptur aus auto- und flugzeugteilen. im shop kaufte ich mir eine box mit karten mit “subversive cross stitching” von julie jackson. i love!
dann mussten wir uns wieder in den verkehr wagen um zum flughafen zu kommen. auf dem weg kamen wir noch über eine besonders beeindruckende intersection – sowas brauchen wir in deutschland auch! zum glück klappte alles bestens: das zurückgeben des mietwagens, die fahrt zum terminal, der check-in und sogar der gefürchtete security check. in einem zeitschriftenladen wurden wir bei der genervten verkäuferin noch all unser kleingeld für zeitschriften und snacks los.
auch im flugzeug war uns das glück hold: wir saßen zu zweit auf drei sitzen in der mitte des flugzeugs. so konnten wir mit hilfe von melatonin sogar ein bisschen schlafen. in düsseldorf mussten wir eine ganze weile auf den anschlussflug warten und kauften uns in alter gewohnheit bei starbucks mit kreditkarte zwei kaffee (natürlich die größte größe). noch wollten wir uns nicht eingestehen, dass dieser wunderschöne urlaub nun wirklich vorbei war.
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los angeles selber wollten wir natürlich auch noch sehen. deshalb fuhren wir an diesem tag erstmal nach beverly hills. man merkte sofort, dass man dort angekommen war, weil plötzlich überall grüner rasen, blühende blumen und riesige häuser waren. ich wollte mir mal den rodeo drive anschauen, aber nachdem wir einmal drüber gefahren waren und ich ähnliche unerschwinglichkeit wie auf der madison avenue festgestellt hatte beschlossen wir uns die parkplatzssuche und die hitze draußen zu ersparen und weiterzufahren.
in meinem tollen lonely planet reiseführer war eine tour von häusern von celebrities abgedruckt, die wir abfahren wollten. wahnsinnig sinnvoll war das nicht, denn natürlich sind diese häuser alle hinter exorbitant hohen hecken versteckt. zudem kannten wir etwa die hälfte der celebrities gar nicht. und die inkonsequente umgangsweise der amerikaner mit hausnummer (10980 neben 10932) machte die sache auch nicht einfacher. um nicht auszusehen wir stalker wollten wir natürlich auch nicht anhalten und aussteigen und so war das ganze etwas enttäuschend. aber immerhin haben wir tolle wohngegenden gesehen und sind an der playboy mansion vorbeigefahren. und das tor an der einfahrt nach bel air war auch nicht übel.
als nächtes wollten wir uns den sagenumwobenen mulholland drive ansehen. zum glück war er sehr git ausgeschildert und wir fanden ihn bald. hier war das fahren auch sehr angenehm, die straße war zwar kaputt aber nur zweispurig und der verkehr war auch nicht so schnell. zu beiden seiten hatte man immer wieder einen großartigen blick auf das moloch los angeles. und an den hügeln hatte konnte man von oben das eine oder andere extrem bonzige haus erspähen.
an einem aussichtspunkt hatte man schließlich einen guten blick auf downtown l.a. im vergleich zu manhattan fanden wir diese handvoll unmotiviert in der landschaft verstreuter hochhäuser aber etwas traurig. auch das hollywood sign war nicht der atemberaubende anblick, den man sich erhoffen würde. aber ganz ohne ein foto davon nach hause zu fahren wäre natürlich auch völlig undenkbar gewesen.
da der tag immernoch fürchterlich heiß war beschlossen wir ins kino zu gehen, in nick and norah’s infinite playlist, für den wir in new york schon überall werbung gesehen hatten. wir stellten es uns lustig vor einen film zu sehen, der an orten spielte an denen wir selber erst kürzlich gewesen waren. bis der film anfing mussten wir uns aber noch etwas die zeit vertreiben. wir fuhren deshalb ins beverly center, eine recht ansprechende mall in beverly hills. dort fand luis endlich noch ein paar turnschuhe, allerdings sehr unamerikanische, nämlich von lacoste. in der nähe des centers gab es einen american apparel, wo ich wegen der vel günstigeren preise gerne nochmal vorbei wollte, aber leider war es unmöglich einen parkplatz zu bekommen.
wir fuhren also zum kino – dort gab es zum glück ein parkhaus. der film war sehr schlecht besucht und das zu recht, war nämlich wirklich nicht berauschend. mir ist natürlich klar, dass wir nicht gerade die zielgruppe dafür darstellen, aber juno war doch auch so gut und da spielte sogar der selbe schauspieler mit.
anschließend fuhren wir zurück zum hotel. wir wollten noch einmal schön essen gehen, dann am darauffolgenden tag ging ja schon der flug zurück nach stuttgart. erst machten wir aber noch einen abstecher zum hollywood boulevard. ich glaube es war ein fehler das abends zu tun – es trieben sich massig suspekte gestalten dort herum, viele verkleidet, hoffend man würde für ein foto mit ihnen geld bezahlen. die sterne auf dem bürgersteig waren zum teil unter bauzäunen versteckt und konnten zu dieser urzeit kaum noch in der sonne glänzen. und die hand- und fußabdrücke vor dem chinese theater waren auch nicht gut zu erkennen. ich habe nichtmal die von marilyn monroe entdeckt. mal wieder ein fall bei dem etwas im film unendlich viel spektakulärer ist als in der realität.
wir flüchteten also schnell in die mall neben unserem hotel zurück und nachdem wir das angebot an restaurants dort analysiert hatten, beschlossen wir wieder zur california pizza kitchen zu gehen, weil es dort so gut gewesen war und wir an unserem letzten abend kein risiko eingehen wollten. der salat den ich mir aussuchte war auch in der tat fabelhaft, luis nudelgericht konnte aber mit der pizza meiner meinung nach nicht mithalten. maragritas gab es natürlich auch wieder.
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in der frage disneyland vs. universal studios entschieden wir uns für letztere. weil: wir sind beide nicht mehr 5, wir mögen psycho mehr als mickey mouse, die universal studios waren näher zum hotel (d.h. weniger l.a. verkehr), abends wollten wir noch zu einem tv screening und das war auch quasi um die ecke. also bissen wir in den sauren apfel und blätterten erst 12$ fürs parken und dann ca. 80$ (pro kopf wohlgemerkt) für den eintritt hin.
vorbei an der unfreundlichen, übergenauen einlassfrau und endlich drin im park wollten wir erstmal zur studio tour, die auch als auftakt und einstimmung empfohlen wird. ich muss sagen, das ist bei weitem nicht so toll wie es sich anhört. man sitzt in überdimensionierten golfwägelchen, von denen 4 zusammengehängt sind. das macht insgesamt schätzungsweise 100 leute pro tour. dann fährt man durchs studio gelände, aber meistens heißt es nur: da drinnen filmen sie gerade xxx – und weiter geht es. noch schlimmer sind die eingebauten späßchen bei denen die wägen wackeln oder auch besonders gerne mit wasser bespritzt werden. das mag ja im august super sein, aber im oktober irgendwie weniger.
was wir schließlich zu sehen bekamen: wisteria lane im vorbeifahren, weil dort gerade gefilmt wurde; das psycho motel mit einem unüberzeugenden norman bates, der erst eine verhüllte frau im kofferraum verpackte und dann mit einem messer auf uns losstürmte; das set eines flugzeugabsturzes aus einem film von spielberg, den ich aber nicht kenne; den central park (mitten in l.a.) und eine western stadt. dort sind manchehe türen übrigens besonders klein und andere besonders groß. in die großen stellt man die frauen, damit sie zierlich und hilflos aussehen, in die kleinen die männer, damit sie groß und stark wirken. hach, das ist einfach alles so primitiv.
nach ende der studio tour liefen wir schnell zum neuen simpsons ride. die schlangen waren recht lang, aber es hat sich gelohnt: in einem ruckelnden, wackelnden, stürzenden (aber eigentlich stationären) wagen saß man vor einer 3d leinwand und erlebte wie die simpsons in krusty’s vergnügungspark durch verschiedene sabotageakte einen ziemlich gruseligen tag verbringen: von der achterbahn fallen, durch die luft fliegen und im mund einer überdimensionierten maggie landen, die einen zum glück gleich wieder ausspuckt… wobei man mit wasser vollgespritzt wird. das klingt bescheuert, war aber wirklich täuschend echt und dabei konnte man sich doch immer noch in der sicherheit wiegen gerade nicht wirklich 100m in die tiefe zu stürzen.
anschließend sahen wir uns einen 3d shrek film mit 3d brillen, wackelnden sitzen und… kleinen wasserspritzvorrichtungen in den vordersitzen an. war nach der wackelei vorher ziemlich langweilig. aber immerhin bekamen wir ein foto mit shrek. shrek ist toll. dann sahen wir uns noch eine waterworld show an, eine völlig überholte show zu special effects mit feuer (gähn!) und eine pseudo-komische show über verschiedene andere special effects.
gefahren sind wir natürlich auch noch was, und zwar eine jurassic park wasserbahn, die aber letztendlich nicht viel mehr konnte, als die, die man vom jahrmarkt kennt. luis fuhr noch mit dem mummy ride, aber ich weigerte mich, weil es da drin dunkel und geisterbahnig war und man vor- und rückwärts achterbahn fahren musste. dann war es auch schon zeit zu gehen, denn bald fing das screening der show “new adventures of old christine” mit elaine von seinfeld in den warner bros. studios an.


es war interessant mal bei so einem screening dabei zu sein. wir wurden ins studio geführt und stellten dann quasi einen teil der live studio audience dar. unsere aufgabe war es bei den verschiedenen szenen zu lachen. stellen bei denen keiner gelacht hatte, wurden dann am set direkt umgeschrieben und wiederholt. man sah also immer wieder leicht verschiedene sachen, im großen und ganzen musste man aber doch ca. 3 mal über die selben witze lachen. um uns das zu erleichtern gab es einen publikums-bespaßer, der in den pausen frewillige verarschte, über die crew witze riss und uns in der tat ganz gut bei laune hielt. insegsamt waren aber die knapp 4 stunden, die es letztendlich dauerte doch etwas zu viel des guten, und am ende wollte man die darsteller am liebsten für jeden versprecher erwürgen.
jedenfalls waren wir sehr froh, als wir um 20:30 endlich gehen durften und an diesem tag (außer dem trockenen stück pizza, das es im studio gegeben hatte) doch noch was zu essen bekamen – mal wieder sandwiches im bett. dazu hörten wir uns nachrichten über die brände an und erschauerten jedes mal, wenn ortsnamen fielen, in deren nähe wir am vortag noch gewesen waren.
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nach dem guten warmen hampton inn frühstück suchten wir zunächst eine premium outlet mall (carlsbad premium outlets) auf, die wir am vortag auf dem weg zum hotel entdeckt hatten. vielleicht würden sich noch ein paar polos für luis finden lassen. aber obwolh es sogar ein barneys new york (!!!) outlet gab, wurden wir nicht so richtig fündig. für ein bisschen kontrastprogramm fuhren wir noch zu walmart, wo es mir aber im vergleich zu target nicht so super gefiel. trotzdem war hastdunichtgesehenhastdunichtgeghört eine stunde vergangen.
schnell wollten wir jetzt noch ein bisschen was von diesem tag mitnehmen, den wir eigentlich orange county und seinen stränden gewidmet hatten. auf dem weg zum stranden verpassten wir eine ausfahrt und fanden uns plötzlich in der einfahrt zu camp pendleton, einer marine corps base wieder. ein bisschen hatten wir angst, gleich festgenommen und per schiff zurück nach deutschland verschifft zu werden, aber wir durften einfach einfahren, wenden und doch noch zum strand fahren. landeinwärts machte sich währenddessen immer mehr eine große rauchwolke bemerkbar – dort begannen an diesem tag die schlimmen feuer, über die noch wochen später immer wieder in den deutschen nachrichten berichtet wurde.
in orange county war es tatsächlich sehr hübsch, aber dem klischee entsprechend gab es leider unerhört viele privatstrände, so dass es sich gar nicht als so einfach erwies sich in die sonne in den sand zu legen. in laguna beach fanden wir aber schließlich eine versteckte garage von der aus man an einen sehr hübschen strand gelangte. dort blieben wir, bis die sonne unterging.
obowhl es schon dunkel wurde, fuhren wir noch weiter und schauten uns die gated communities und die teuren geschäfte auf beiden seiten der straße an. in newport beach schien niemand mehr ohne bewachtes tor und ohne gläserne zäune (!!!) um sein virtel leben zu können. schließlich fuhren wir landeinwärts auf die interstate um nicht in die südlichen stadtteile von l.a. zu geraten die anscheinend keinen so guten ruf genießen.
die fahrt nach l.a. hinein war unglaublich, atemberaubend, verstörend – und ich war schließlich nur die beifahrerin. schon lange bevor man die stadt überhaupt erreichte war der verkehr schon völlig verrückt. die straße hatte bis zu 7 spuren, ausfahrten gab es links und rechts, überholt wurde ebenfalls links und rechts, auto drängte sich an auto und trotzdem ging alles mit scheinbar kopfloser geschwindigkeit vor sich. dass es inzwischen dunkel war, machte das ganze sicher auch nicht besser. ich kann mir nicht vorstellen wie erleichtert luis gewesen sein muss, als wir endlich die ausfahrt für hollywood erreichten und diese höllenstraße verlassen konnten.
immerhin erlebten wir mit unserem hotel, dem hollywood celebrity hotel, noch eine echt positive überraschung. es war hübsch eingerichtet, sauber, das zimmer war groß, es gab einen kühlschrank und einen esstisch, einen kleinen ankleidebereich und einen parkplatz um die ecke. und das beste war: innerhalb von 5 minuten konnte man auf dem hollywood boulevard sein. dazu musste man nur eine open air mall durchqueren, an deren rückseite sich das hotel befand. allerdings interessierten uns an diesem abend sterne und fußabdrücke auf dem boden wenig – wir wollten vor allem etwas essen. in der mall wurden wir fündig: bei california pizza kitchen gab es fabelhafte pizza, bezahlbare vorspeisen, ausgefallene salate und margaritas.
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wir konnten gar nicht schnell genug wegkommen aus el centro. zum glück war es nun nicht mehr weit bis san diego. die straße führte durch ganz sonderbare berge, die aussahen als hätte jemand zufällig geröll aufgeschüttet. vielleicht war das ja die u.s.-regierung um die illegale einwanderung zu erschweren. zusätzlich zu diesem unwegsamen gelände gab es allerdings auch noch eine weitere straßensperre – und das am tag. luis machte den fehler vorne nicht lange genug zu halten und wurde prompt zur sau gemacht.
in san diego angelangt fuhren wir erstmal zum strand. dort war es aber ziemlich kalt und so fuhren wir nur ein bisschen herum und dann zurück ins stadtzentrum. dort gab es eine große offene mall, die ich anschauen wollte. zuerst wollten wir aber was essen. leider fanden wir nichts, was uns ansprach und so begnügten wir uns mit zwei riesigen kugeln ben&jerry’s eis – in meinem fall zwei ganz fabelhafte peanutbutter geschmacksrichtungen. nach diesem eis-vergnügen wollte ich mal wieder zu forever 21. ich war zwar schon so oft enttäuscht worden, aber ich hatte den glauben doch noch nicht aufgegeben. und dieses mal wurde ich nicht enttäuscht: schmuck, ein rock und mehrere süße schwarze, rüschige, schliefige oberteile wanderten dieses mal mit mir an die kasse.
nachdem mein shopping-bedürfnis gestillt war, sollte luis nun auch noch auf seine kosten kommen: mit einem weiteren strand-besuch. bald hatten wir eine schöne wiese mit möwen und meerblick gefunden. lange hielten wir es aber nicht aus, denn der wind war trotz jacke unangenehm kühl.
etwas durchgefroren kehrten wir schließlich zum auto zurück und fuhren weiter richtung norden, richtung carlsbad (wo unser hotel war) immer am meer entlang. dabei gerieten wir immer wieder in sackgassen und stellten schließlich fest, dass man um so viel meer wie möglich zu sehen am besten immer der bike route folgte. unterwegs kamen wir mitten im wohngebiet an einem sonderbaren rot-blau gestreiften zelt vorbei und dachten schon, dass das ja ein sonderbarer platz für einen zirkus war, bis uns klar wurde, dass hier insektenvernichter am werk waren. bevor wir ins hotel fuhren, hielten wir nochmal am strand um mal wieder einen sonnenuntergang zu genießen. die wartezeit vertrieben wir uns mit fotografieren.
die nacht verbachten wir mal wieder in einem hampton inn. dementsprechend wurde an diesem abend im bett gegessen und gebloggt.
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nach einer windigen und kalten nacht im zelt standen wir um 7 auf, um schnell zu frühstücken und dann viel zeit zu haben in den canyon zu laufen.
leider machte uns die frau des freundlichen holzmanns vom vorabend einen strich durch die rechnung: sie kam mit einem kessel heißen wassers und als wir meinten, wir hätten nichts wozu es heißes wasser bräuchte, lud sie uns zu einer tasse kaffee in ihren wohnwagen ein. dort packte sie dann auch noch frühstück aus, obwohl wir selber noch so viel zu essen hatten. sie berichtete, dass ihr mann den canyon bei sonnenaufgang ansah und fuhr dann fort uns ihre halbe lebensgeschichte zu erzählen. eine dieser unangenehmen situationen, in denen man weiß, dass man dankbar sein sollte, aber trotzdem gerne weg möchte. schließlich kam ihr mann zurück und wir verabschiedeten uns, machten ein paar brote und fuhren zum canyon.
vom parkplatz mussten wir noch ein stück laufen und wieder sah alles ganz harmlos und normal aus, so als würde man einfach durch eine ganz gewöhnliche bewaldete landschaft laufen. unser ziel war der south kaibab trail, der tief in den grand canyon hinein führt. und schließlich war es so weit: wir standen am rand des canyons. grand ist er in der tat. es ist ein gefühl ganz anders als oben auf einem berg wenn man nach unten schaut. man hat das gefühl in die erde hinein zu blicken. so weit das auge reicht fallen rötliche wände steil in die erde ab. man ist erstmal atem- und sprachlos von dem anblick. und dann euphorisch.
der weg war in den fels gehauen und auf beiden seiten ging der fels steil nach oben / nach unten. teilweise schon etwas unheimlich. besonders wenn dann an den besonders steilen stellen (d.h. 70% der strecke) noch sehr hohe, unebene, staubige stufen dazukamen. aber da wir so viel fotographieren musssten, konnten wir sowieso nicht schnell laufen. am ooh-aah point machten wir das erste mal richtig pause. hier hatte man auch das erste mal einen echten blick in den canyon hinein, davor waren wir nur durch einen seitenarm geklettert. wie groß dieses ding ist kann man auf bildern einfach gar nicht sehen. unten waren weitere schluchten und berge drin – total surreal.
am nächsten halt gab es eine toilette und einen maultier-rastplatz. ich war wirklich froh, dass wir nicht auf riesigen störrischen maultieren die stufen runterreiten mussten. aber zum anschauen waren sie natürlich nett. und zu essen gab es auch endlich wieder was. kalt wars trotz sonne immer noch.
von mir aus hätten wir jetzt auch zurückgehen können, aber meine tante wollte unbedingt noch weiter und im nachhinein bin ich dankbar, dass wir nicht so früh umgekehrt sind. es war toll wie sich die vegetation und das klima veränderte, je tiefer man in den canyon kam. es wuchs immer mehr und man musste immer weniger anhaben. da konnte man fast vergessen, dass man jetzt schon über 500 höhenmeter überwunden hatte. am skeleton point sahen wir zum ersten mal den colorado river am grund des canyons. nächstes mal will ich auf jeden fall ganz nach unten und dann dort übernachten. dieses mal machten wir aber an dieser stelle kert und uns wieder an den aufmarsch.
der aufsteig war weniger schlimm als erwartet. natürlich anstrengend, aber da schon so viele fotos gemacht waren, dauerte rauf gar nicht so viel länger als runter, obwohl uns ein infoblatt auf eine doppelt so lange zeit eingestellt hatte. und je höher man kam, desto angenehm kühler wurde es wieder, auch wenn nicht mehr ganz so wie am vormittag. und süße tierchen haben wir gesehen. (und weil bilder mehr sagen als 1000 worte lasse ich jetzt die bilder sprechen und halte zur abwechslung mal die klappe)
zur erleichterung als wir gegen 3 wieder oben waren gesellte sich abschiedsschmerz. für mich war der grand canyon auf jeden fall die einsrucksvollste station unserer reise und ich glaube ich habe in meinem leben noch nie so etwas faszinierendes gesehen und bezweifle sehr, dass sich das toppen lassen wird. zum abschiedsschmerz kam noch, dass wir noch eine fies lange fahrt vor uns hatten. am nächsten tag wollten wir in san diego sein und so wollten wir an diesem tag noch ordentlich vorankommen um den nächsten tag nicht im auto zu verschwenden. und dann musste ich auch noch meiner tante auf wiedersehen sagen, die ich durch ihren wohnort santa fe leider nur richtig selten sehe.
die fahrt führte uns durch phoenix und dann wollten wir eigentlich richtung palm springs fahren und dort anhalten, wo uns die augen zufielen um am nächsten tag weiter nach san diego zu fahren. aber in phoenix war plötzlich schon san diego ausgeschildert und so disponierten wir SPONTAN um. erst ging es über eine dunkle landstraße durch gruselige geisterstädte (vgl. gila bend) und schließlich auf eine tolle moderne autobahn an der mexikanischen grenze entlang. unterwegs stärkten wir uns nochmal bei in’n'out. nach 7 stunden kamen wir in yuma an wo aber alles irgendwie unsympathisch und teuer war und bis san diego war es auch noch ein stück.
also fuhren wir weiter und kamen noch in den genuss am straßenrand menschen mit riesen scheinwerfern die grenze ableuchten zu sehen und auch selber durch eine straßen-kontrolle zu kommen, die man auf der leeren straße schon kilometerweit sehen und fürchten konnte. links von uns verlief die grenze und man sah immer wieder lichter von städten auf der anderen seite herüberleuchten. wirklich völlig bizarr. völlig erschöpft kamen wir irgendwann gegen halb 12 in el centro an und stürzten uns gleich auf das erste motel 6, trotz schlechter erfahrungen, einfach wegen dem günstigen preis. vor uns war eine dame an der rezeption, die luis treffsicher als mexikanische prostituierte identifizierte. im zimmer musste er dann zu allem überfluss noch 3 insekten töten. ein insektenfreies zimmer wär ja irgendwie doch wichtiger gewesen als der riesige pool vor unserem zimmer, der doch sicher nie genutzt wird…
es war uns natürlich nicht möglich las vegas zu verlassen, ohne nochmal den pool zu besuchen. so kam es, dass wir schon ziemlich spät dran waren, als wir endlich richtung grand canyon aufbrachen, wo wir um 4 mit meiner tante camilla verabredet waren. trotzdem ließen wir es uns nicht nehmen nochmal den teil des strips abzufahren, den wir bei unserem spaziergang am vortag versäumt hatten. das venetian und das wynn waren es auch tatsächlich wert angeschaut zu werden.
als wir dann auf dem freeway wahren, meinte luis, dass hier doch der hoover dam in der nähe sei, und ob wir dort nicht noch vorbeifahren wollten. ich sträubte mich, weil wir ja sowieso schon spät dran waren. aber das schicksal wollte es, dass die route, die wir von google maps bekommen hatten ohnehin vorsah, dass wir auf unserem weg nach arizona über den damm fuhren. das ganze war allerdings keine sehr erinnerungswürdige angelegenheit – der damm war viel kleiner, als ich ihn mir wegen seinem berühmten namen vorgestellt hatte. beeindruckend waren nur die riesigen stromanalagen außenrum (ich finde sowas grundsätzlich faszinierend).
tatsächlich sollte der hoover dam erstmal das interessanteste bleiben, was wir auf dieser fahrt zu sehen bekamen. wir versuchten uns mit einem country radiosender (großartiges beispiel hier) über die ewigen, schnurgeraden straßen und den umstand, dass wir immer noch keinen kaktus gesehen hatten hinwegzutrösten, aber auch das half nicht sehr lange. immerhin bekamen wir noch die route 66 zu sehen.
in williams konnten wir endlich auf die straße zum grand canyon abfahren. vorher mussten wir aber noch essbares besorgen, da wir mit meiner tante ausgemacht hatten an diesem abend ein potluck zu veranstalten. ich finde das ist ein ausgesprochen schöner brauch. der einkauf war aber weniger angenehm, ich fühlte mich zwischen den ganzen arizona-einwohnern sehr fremd und fehl am platz.
auf der straße richtung grand canyon hielten wir die ganze zeit ausschau nach ersten anzeichen dafür. etwas das grand ist, müsste man doch eigentlich schon lange vorher sehen können. tatsächlich war da auch ein berg in dem wir den canyon vermuteten, aber die straße führte uns daran vorbei und bis zur einfahrt in den national park begegneten wir keiner weiteren nennenswerten erhöhung. was uns nicht bewusst war, war dass wir den ganzen tag leicht bergauf gefahren waren und uns mittlerweile auf einer höhe von 7000 fuß befanden.
wir fuhren also schließlich in den national park ein, bezahlten die 25$ gebühren und folgten der beschilderung zum camping platz. wir fuhren an einem parkplatz vorbei und ich schaute rechts aus dem fenster und plötzlich rutschte mir das herz in die hose, denn da war… die welt zuende! erst kilometer weiter sah man einen steilen abhang und bis dahin war da nichts. nur ein riesiges loch im boden. unfuckingbelievable! leider konnten wir nicht anhalten, weil es schon 5 war und wir somit eine stunde verspätung hatten.
am campingplatz fanden wir meine tante zum glück sehr schnell. sie hatte schon ein feuer gemacht, war tagsüber in den canyon gewandert und ein kleines bisschen sauer, dass wir so spät waren. aber zum glück hat sie uns schnell verziehen. ich wollte eigentlich unbedingt noch zum canyon, um dort den sonnenuntergang zu erleben, aber wir mussten das zelt aufbauen, das meine tante für uns mitgebacht hatte, bevor es dunkel wurde. es war schweinekalt – vermutlich ungefähr 30°c kälter als morgens noch in las vegas.
als das zelt stand packten wir all das migebrachte essen auf den tisch und vergnügten uns damit. om nom nom! leider ging bald unser feuerholz zur neige und luis machte sich auf nochmal welches (zu einem unverschämt horrenden preis von etwa 15$) zu besorgen. aber auch dies hielt nicht lange vor. als wir gerade dachten wir müssten schon um 8 vor dunkelheit und kälte ins bett fliehen kam ein heer mit einem arm voll holz auf uns zu. das hätte er gestern am colorado river gesammelt, aber brauche es nun in seinem wohnmobil nicht mehr. oder zumindest nicht so dringend wie wir. auf nachfragen meinte er sein englisch sei nicht so gut. lange rede, kein sinn: der herr war deutsch, aber auch nach dieser feststellung nicht sonderlich gesprächig. wir jedenfalls konnten noch eine weitere stunde am feuer sitzen bleiben und fotos davon machen.
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der erste programmpunkt für diesen tag war das frühstücksbuffet im bellagio. einmal wollte ich so richtig die vielfalt des amerikanischen frühstücks genießen. für 14$ erhielten wir zutritt zum sehr ansprechenden buffet-raum. dort wurden wir erstmal mit kaffee und frischem, köstlichem orangensaft versorgt. und dann ging es los. luis holte sich french toast mit ahornsirup und reichlich vanille und schokoladen-softeis. ich denke hier hat der reiz des verboteten eindeutig eine rolle gespielt. ich legte meine auswahl etwas breiter an: eine waffel (mit einem kleinen bellagio-b auf der vorderseite), 2 stücke french toast, einige pancakes, viel ahornsirup, knuspriger bacon und ein paar frühstücks-würstchen. danach waren wir beide schon zeimlich satt – kein wunder bei so vielen kohlehydraten am morgen.
aber natürlich mussten die 14$ aufs vollste ausgenutzt werden. zumal es inzwischen nach 11 war und das buffet dementsprechend auf mittagessen umgerüstet wurde. luis holte sich noch eine portion garnelen (ging natürlich nicht anders, war aber eine enttäuschung, da shrimps nicht frisch sondern wässrig und kalt. kein wunder mitten in der wüste) und 2 stücke pizza. ich wollte unbedingt noch eggs benedict probieren (wenig begeisternd), außerdem natürlich auch pizza frühstücken und fürs gute gewissen noch etwas obst: ananas und überaus leckere erdbeeren mit sahne. auf dem rückweg zum tisch erspähte ich eine schüssel mit köstlich aussehendem salade nicoise. den wollte ich in der nächsten runde probieren. dazu kam es aber leider nicht mehr. schon den zweiten teller konnte ich kaum leer essen und luis seinen ebensowenig.
wir rollten also aus dem buffet-raum, zurück ins casino, wo die leute schon wieder spielten und tranken und rauchten. ich glaube mir war noch nie so schlecht wie in diesem moment. zumindest nicht vom essen unverdorbender nahrungsmittel. ich habe mich kurz ernsthaft gefragt, was man wohl mit mir machen würde, sollte ich gezwungen sein mich neben eine slot machine, auf den psychedelischen casino-teppich zu übergeben. zum glück verflog diese anwandlung wieder. aber ich habe mir trotzdem geschworen für den rest meines lebens nie nie nie wieder ein buffet aufzusuchen. zur erinnerung soll mir dieses plakat des buffets im luxor dienen:
um die essensberge in unseren mägen in energie umzusetzen beschlossen wir einen kleinen spaziergang am strip entlang zu machen. draußen tobte ein wüstensturm, der mir immer wieder marilyn-mäßig mein kleid entriss und binnen minuten unsere münder aufs unerträglichste austrocknete. wir sahen uns noch einige weitere hotels und casinos an, wobei die casinos eigentlich alle gleich ausschauen. aber die mottos der hotels sind zum teil schon witzig, z.b. treasure island und new york, new york. so bekam ich auch die freiheitsstatue noch aus der nähe zu sehen.
das mandalay bay hat zwar kein theme, gefiel uns aber ganz gut. es geht ins luxor über, das pyramiden-förmige hotel, das trotz aufwändigen umbauten hässlich und veraltet und vergammelt und überholt aussieht. etwas deprimierend. das treaure island ist von innen auch wenig überzeugend, das theme ist einfach irgendwie ätzend und man fühlt sich wie in einem alptraum von walt disney. das mgm grand war aber wieder sehr cool, obwohl auch nicht das neuste. im sportwetten bereich ruhten wir uns erst etwas aus und sahen uns dann die verschiedenen restaurants an (die speisekarten wohlgemerkt nicht) und waren durchweg vom design begeistert. auch eine vending machine für ipods und ähnliches hat uns überzeugt.
auf dem rückweg kauften wir uns noch zwei flaschen wasser und machten uns dann im bellagio angelangt direkt auf zum pool um so weiter der austrocknung vorzubeugen. dort war es toll, denn man bekam 2 riesige handtücher, musste als hotelgast keinen eintritt bezahlen, traf keine nicht-hotel-gäste an, befand sich in sehr angenehmem ambiente, konnte sich stundenlang in den hot tub setzen und von dort aus cocktails (frozen margarita! strawberry daiquiri!) bestellen und diese dann aufs zimmer buchen lassen. nur der bereits erwähnte stürmische wind sorgte für etwas unbehagen, da er zeitweise so stark war, dass er wasser aus den pools herauswehte was unangenehm war, wenn man gerade neben einem kalten becken stand.
leider schloss der pool (in der nebensaison) um 6, sonst hätten wir dort ohne weiteres noch stunden verbringen können. stattdessen gingen wir zurück ins zimmer, zogen uns um und machten uns etwas widerwillig auf die suche nach essbarem. der gedanke war zwar kein schöner, aber irgendwie würden wir an diesem tag doch noch etwas essen müssen. entsprechend dieser lustlosen einstellung hatten wir keine lust viel auszugeben und entschieden uns deshalb fürs bellagio café. das essen (caesar’s salad und nudelgericht) war dann doch wieder sehr gut und schmeckte auch. dazu trank ich einen weiteren cocktail, schließlich waren wir ja in las vegas. direkt nebenan, im atrium, war schon alles unfreiwillig gruselig halloween-mäßig dekoriert.
nach dem essen wollte luis dann endlich black jack spielen. wir hatten am vorabend noch herausgefunden, dass es doch 5$ tische gab, und zwar die tische, die für rollstuhlfahrer gedacht sind (das sieht man daran, dass sie niedriger sind als die anderen). ich finde das sonderbar: muss man gehbinderte menschen mehr als andere davon abhalten ihr geld aus dem fenster zu werfen? ziemlich herablassend finde ich (fand auch ein mitspieler, der gerne viel mehr gesetzt hätte aber wegen seinem rollstuhl auf den 5$ tisch festgelegt war). luis jedenfalls ließ sich 40$ in münzen geben und trotz gelegentlicher gewonnener runden und hilfreichen mitspielern war dieses geld nach einer viertelstunde leider verschwunden.
wir wollten dann unser glück nochmal an unserer lucky slot machine vom vortrag probieren, aber leider sprang außer 2 complimentary cocktails dieses mal nichts dabei heraus. was mal wieder belegt was man eh schon wusste: glücksspiel ist die falsche strategie um geld zu vermehren. man darf es nur als spaß ansehen und das eingesetzte geld von vornherein als verloren ansehen. dann kann man höchstens positiv überrascht werden.
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das warme frühstück (diesmal bagels mit ei, sausage und käse überbacken, ein kleines bisschen eklig) war genau die richtige stärkung für die weite fahrt, die uns an diesem tag bevorstand. unser ziel war nämlich las vegas: 523 kilometer entfernt. zum glück hatte ich mir die wegbeschreibung auf luis iphone geladen und konnte so meiner pflicht als navi vorbildlich wie immer nachgehen.
zuerst fuhren wir noch ein bisschen durch die kalifornische hügellandschaft, vorbei am vergnügungspark six flags magic mountain (nur achterbahnen). aber danach war die strecke genau so wie man es sich vorstellt: zweispurig durch die wüste. ab und zu ein paar trailer ein paar hundert meter von der straße entfernt. sehr heiß und sehr trostlos.
ab victorville fuhren wir dann wieder über die autobahn. schnell fiel uns auf, dass der standstreifen quasi übersäht war mit reifenteilen. die hitze und die auf dieser straße erlaubten unerhöhrten 75 mph taten den reifen offensichtlich gar nicht gut. ein umstand, der mich ehrlichgesagt den ganzen tag über etwas nervös machte. aber ich darf jetzt schon verraten: kein reifen ist geplatzt, wir sind nicht unkontrolliert über die straße geschlingert, wir mussten nicht in sengender hitze den ersatzreifen abringen.
irgendwann tauchte am highway, mitten im nichts, eine riesige outlet-mall auf. dankbar für eine pause fuhren wir hin und bekamen überaus günstig eine reisetasche (um darin bisherige und künftige errungenschaften zu verstauen), eine badehose für luis, damit er den hotel-pool nutzen konnte und ein paar polo-shirts, deren marke ich mich nicht traue zu nennen. für mich gab es leider nichts, war immer noch alles zu teuer. um so faszinierender fand ich die scharen asiatischer touristen die mit reisebussen angekarrt wurden und allesamt absurd große einkaufstaschen in den händen hatten.
schließlich fuhren wir weiter und kamen bald ins death valley. das erkannte man unter anderem daran, dass man darauf hingewiesen wurde nun doch bitte die klimaanlage auszumachen, da die hitze in kombination it der steigung (ich nehme an beim verlassen des tales) sonst den motor überfordern könnte. man kann sich denken wie angenehm es war ohne klimaanlage durch die wüste zu heizen (ganz wortwörtlich sozusagen).
andere bemerkenswerte vorkomnisse waren die vielen casinos, die schon weit vor las vegas den highway säumten. villeicht sollten sie leute abfangen, die genug von der fahrt hatten und endlich ihr sauer verdientes geld in blinkende und klingelnde maschinen werfen wollten. wir aber hielten durch und wurden schließlich mit dem ersten blick auf las vegas belohnt. sehr sonderbar, wie da so plötzlich riesige, schimmernde hotelgebäude aus der wüstenlandschaft aufragten.
noch hatten wir es aber nicht ganz gechafft, denn wir mussten noch zu unserem hotel, zum bellagio, dem mit den fontänen davor, kommen. dank selbiger war es nicht schwer das hotel zu finden, aber nun standen wir vor der schwierigen entscheidung ob wir wohl selbst parken sollten oder vor den haupteingang zum valet parking fahren sollten. da wir nicht wussten wie weit es vom self parking zum check in wäre und ob das vielleicht nur für nicht-hotel-gäste gedacht war, fuhren wir beherzt richtung valet parking. und wo wir schon dabei waren haben wir auch gleich noch unsere koffer aufs zimmer bringen lassen. dabei haben wir allerdings den fehler gemacht, dem valet kein trinkgeld zu geben, dem koffer-mann dafür umso mehr, obwohl man doch eigentlich erst etwas gibt, wenn die koffer im zimmer abgeliefert werden?! aber die ganze pompösität der auffahrt und der stress das im laufe der zeit im gesamten auto verstreute gepäck zusammen zu suchen hatte uns wohl doch etwas verwirrt.
dankbar unsere quitschenden und schweren koffer los zu sein gingen wir erstmal zu den toiletten, damit luis sich etwas ansehnlicheres anziehen konnte – statt shorts und shirt. denn nun ging es zum check-in. und dafür hatten wir einen wagemutigen trick geplant: im internet ist zu lesen, dass ein strategisch zwischen kreditkarte und personalausweis positionierter 20-dollar-schein (so dass die 20 zu sehen ist) in manchen hotels in las vegas dazu führt, dass man ein “complimentary” upgrade bekommt. als wir in der schlage standen und den ernst schauenden mann am check-in sahen hätte uns fast der mut für diesen plumpen bestechungsversuch verlassen. aber der gedanke an einen blick auf den strip bei nacht spornte uns an und so standen wir beide mit zitternden händen da als luis das kreditkarten-geld-personalausweis-päckchen über den tresen reichte und nach einem upgrade fragte. und tatsächlich hatten wir glück! im gegensatz zu den damen am schalter neben uns, die wohl nicht so großzügig gewesen waren.
sehr erleichtert machten wir uns zu unserem zimmer auf. zu den aufzügen ging es gleich mal durchs casino wo es ständig klingelte und bimmelte, das aber sehr offensichtlich durch die allgemeinen lautsprecher und nicht an bestimmten slot-machines, die ohnehin leider keine münzen mehr ausspucken, die man dann in großen plastikbechern sammeln kann, sondern nur noch sehr uninspirierende papierstücke mit bar-codes drauf.
im zimmer angelangt riefen wir in der gepäckzentrale an, damit uns das gepäck aufs zimmer gebracht würde. der zweite gepäck-mann war sehr freundlich, erzählte von den unvermeidlichen verbindungen nach deutschland und gab uns shopping tipps. als er weg war erkundeten wir erstmal das zimmer. alles in allem war ich vom stil nicht so wahnsinnig angetan, alles ein bisschen zu braun und zu düster. und das bett war nicht so bequem wie im hampton inn, die kissen nicht in zwei verschiedenen ausführungen vorhanden. das bad mit badewanne und verglaster dusche war dafür recht ansprechend.
nun wollten wir natürlich auch die stadt sehen. es wurde schon dunkel und wir waren hungrig, da wir seit dem frühstück nichts mehr gegessen hatten. zunächst gingen wir etwas im casino des bellagio spazieren und sahen uns die restaurants an. diese lagen aber alle etwas außerhalb unseres budgets und uns beim buffet anzustellen hatten wir keine lust. also gingen wir, vorbei an diversen designer-boutiquen von chanel bis dior usw. raus aus dem bellagio und über eine brücke auf die andere straßenseite. von dort hatten wir einen guten blick auf unser hotel.
im casino/hotel paris ist das restaurant mon ami gabi, das auf dem unbezahlbaren tripadvisor.com das beste rating in ganz las vegas hat. hier entschlossen wir uns zu essen, nachdem wir uns auch noch von der unangemessenheit der restaurants im planet hollywood überzeugt und uns entschieden hatten das buffet-essen lieber aufs frühstück zu verlegen. leider war aber erstmal kein reinkommen bei mon ami gabi (sehr unfreundschaftlich, finde ich) und so reservierten wir einen tisch für 40 minuten später und schauten uns so lange im casino des paris um, beobachteten leute beim black jack und warfen zaghaft einige kleine münzen in slot machines.
schließlich war unsere zeit für mon ami gabi gekommen. drinnen war es ungeheuer dunkel und ich sank unangenehm tief auf meiner bank ein, so dass ich mich zunächst fragte, ob ich in der lage sein würde über die tischkante hinwegzusehen. der busboy (ich weiß jetzt, was das ist: ein hilfskellner – aber wo gibt es das in deutschland schon?) versorgte uns mit wasser, frischem, tatsächlich sehr gutem baguette und wasser. dann kan der richtige kellner, gab uns die karten und informierte und über die specials. er hatte doch tatsächlich einen französischen akzent! wir bestellten beide wein und steaks mit pommes, ich noch eine portion ratatouille dazu. mit dem wein (den wir probieren mussten obwohl offener wein – etwas ungewöhnlich, oder?) wurden uns bald auch absurd große steakmesser gebracht – ich glaube patrick bateman wäre begeistert gewesen.
das essen war solala (leider nicht olala), das steak sehr dünn und schnell kalt und die pommes klein uns etwas zu knusprig. das ratatouille war sehr wässrig und kam vermutlich aus der dose. danach bestellte luis noch einen espresso, der seinen ansprüchen nicht entsprach, was er bitte in den kommentaren genauer erläutern möge. die rechnung enthielt eine sehr positive überraschung insofern, als der kellner uns keins der getränke (2 x wein, 1 x espresso) berechnet hatte. vielleicht weil ich ratatouille aussprechen konnte?
nun wollte luis aber spielen, und zwar black jack, weil da die chance am wenigsten zu gunsten des casinos verzerrt sind. wir erinnerten uns früher am abend viele tische mit einem mindesteinsatz von 5$ gesehen zu haben, aber diese waren nun alle tischen mit mindestens 10$ bis hin zu 500$ (pro runde wohlgemerkt) gewichen. wir wanderten durchs flamingo (pink und nach komischem raumparfum riechend), durch ceasar’s palace (amis, die plastik-repliken römischer brunnen und skulpturen forografieren), durch eine wenig ansprechende noname spielhalle und schließlich wieder durchs bellagio – aber ohne erfolg.
also verlegten wir uns wieder aufs slots spielen. zunächst mussten wir eine geeignete maschine finden: einsatz 25ç, an möglichst sichtbarem ort, aber nirgends wo leute aus langeweile, z.b. beim warten, spielen könnten. als dies gerschafft war galt es die aufmerksamkeit einer der kellnerinnen zu erregen um den genuss freier drinks zu kommen, die ausgeschenkt werden um leute zu unvernünftigerem spielen zu verführen. leider kann man mit 25ç pro spiel nicht so wahnsinnig unvernünftig sein und so wurden wir lange zeit ignoriert. schließlich bekamen wir zwar einen vodka martini und eine margarita, aber trotz großzügigem trinkgeld kam die kellnerin danach nicht mehr zu uns zurück. zum ausgleich besuchte uns lady luck und wir gewannen tatsächlich über 20$ bei einem einsatz von 5$.
ein gewinn ist bekanntermaßen der ideale zeitpunkt mit dem spielen aufzuhören und so gingen wir zurück aufs zimmer, freuten uns über 20$ in 1$-scheinen und sahen uns nochmal die fontänen mit der zugehörigen musik aus dem fernseher (channel 22) an. insgesamt kann das wasser übrigens zu 30 verschiedenen songs tanzen.
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diesen tag begannen wir mit frühstück im hotel. das war nämlich inklusive. habe ich erwähnt, dass ich hampton inns liebe? es gab käse-omelette, bagels, toast, säfte, kaffee, kondensmilch mit karamell- und vanille-geschmack, cereal, peanut butter, jelly – einfach toll. da wir die folgende nacht auch hier verbringen wollten, hatten wir für diesen tag vor uns einen strand in der gegen auszusuchen und ein bisschen in der sonne zu liegen. der reiseführer empfahl zuma beach, nördlich von malibu. also fuhren wir dorthin und machten den dummen fehler statt wie alle anderen einfach auf der straße zu parken 6$ für die benutzung der vollkommen leeren parkplätze zu bezahlen. einer der parkplätze war reserviert, da an diesem tag “the new adam sandler movie” an diesem strand gedreht werden sollte. leider haben wir davon aber gar nichts mitbekommen. wir lagen nur ein paar stunden auf unserer flugzeug decke herum, beobachteten die surfer-boys und ihre am strand zurückbleibenden groupies, lasen und genaßen die sonne.
irgendwann wurde ich aber nervös, wie ich es am strand immer werde. das ewige herumliegen in der hitze macht mich ganz verrückt. also fuhren wir weiter gen süden, durch malibu, das an sich gar kein ort ist, sondern nur ein ca. 20 meilen langes gebiet an der küste. mit vielen bonzigen villen, privatstränden und -straßen. in diesen gegenden bekommt man immer den eindruck, sie wären nur von mexikanern besiedelt, weil die mexikanischen gärtner, bauarbeiter und sonstwie angestellten die einzigen menschen sind, die man auf den straßen sieht.
südlich von malibu fing schon ganz deutlich l.a. an, der verkehr war entsprechend. wir wollten zuerst nach venice beach, wo es diesen berühmten bretterweg mit den touristen-läden und massenhaft freakigen menschen (laut unserem reiseführer) – gibt. mal ein bisschen leute schauen. parken war aber zu vernünftigen preisen unmöglich und so beschlossen wir, dass unsere voyeuristischen tendenzen doch nicht so stark waren, und dass wir in las vegas bestimmt noch genug komische menschen sehen würden und fuhren zurück nach santa monica. dort konnte man kostenlos parken und in der ersten fußgängerzone, die ich während unseres urlaubs gesehen hatte, ein bisschen herumflanieren. allerdings hatten wir zu diesem zeitpunkt sämtliche geschäfte schon x-mal gesehen und besucht und so war der reiz der shoppingmeile schnell erschöpft.
wir überlegten noch essen zu gehen, ich wäre auch einigen margaritas nicht abgeneigt gewesen, aber es war erst 5 und so fuhren wir doch lieber wieder zurück in unser lockendes hotelzimmer um dort genüsslich ein paar unterwegs erworbene quarter pounder with cheese zu verspeisen. anschließend suchte ich noch bei maps.google.com die routen für die nächsten tage heraus und schickte sie an luis’ iphone, damit wir nach las vegas, zum grand canyon, und anschließend wieder zurück finden würden.




























































































