kaum an einem anderen tag haben wir es geschafft so früh aufzustehen wie an diesem. die hängematten, das meer und den pool noch ausnutzen war einfach zu verlockend. und ein aufziehender tropischer sturm hat es uns leichter gemacht uns schließlich doch vom paradis loszureißen. zum glück hat er sich nicht zu dem hurricane ausgewachsen, als der er angekündigt war. vor dem beginnenden regen sind wir zum frühstück geflüchtet: french toast with caramelized bananas. omnomnom.
als wir schließlich losfuhren – leider ohne dass es mir gelungen war weitere bad-utensilien von den wagen der zimmermädchen zu stibitzen – regnete es in strömen. ganz schön beeindruckend so ein tropischer wolkenbruch. und zum glück auch schnell wieder vorbei. die rückfahrt über die keys war sonnig und man hatte freie sicht auf die alte eisenbahnbrücke, die herr flagler vor ca. 100 jahren (?) bauen ließ, um die keys zu verbinden. nur leider waren wegen der sturmwarnung die meisten strand-zugänge gesperrt. wir haben trotzdem eine nette stelle gefunden an der man richtig weit ins meer hineinlaufen konnte, ohne dass das wasser einem höher als bis zur hüfte reichte. dort haben wir pausiert, geplanscht, uns gesonnt und gelesen. man sieht: wir wollten die keys gar nicht mehr verlassen.
schließlich mussten wir uns doch losreißen. wir wollten ja schließlich auch noch etwas von miami beach sehen. nachdem wir uns wieder durch den verkehr gequält hatten, stellte sich heraus, dass wir uns das auch hätten schnenken können. zunächst war unser hotel, das als wir gebucht haben noch eine hohe position bei tripadvisor hatte, eine einzige enttäuschung: unsere zimmer waren noch nicht fertig, alles sah billig und heruntergekommen aus, vieles war kaputt, die rezeptionisten waren unfreundlich und inkompetent und überall rannte geschmacklos gekleidetes partyvolk herum – man fühlte sich mehr wie in einer jugenherberge als in einem hotel. und dafür hatten wir extra beschlossen für die letzte nacht etwas mehr auszugeben. auch als wir unser gepäck im zimmer angestellt hatten und uns auf die straße wagten, wurde es nicht besser. wir fühlten uns unwohl und völlig fehl am platz. es war eine atmosphäre wie in einem heruntergekommenen pauschaltouristen ort. und die berühmten art deco häuser konnten die sache auch nicht mehr retten. nur der strand war nett. ich bin mir sicher es gibt auch nette ecken in miami – nur miami beach ist keine davon.
die schramme an meinem kinn stammt übrigens noch von einem missglückten tauchversuch im zu flachen swimmingpool in key west – ein nettes sourvenir.
was unseren abend letztendlich noch gerettet hat, war dass ein sehr gutes cubanisches restaurant ganz in der nähe von unserem hotel war. als wir um halb acht dort ankamen waren wir die ersten gäste. zuerst saßen wir in dem sehr hübsch gestalteten innenhof, aber dann haben die moskitos uns vertrieben. so unangenehme stiche hatte ich wirklich schon lange nicht mehr. das essen war aber wirklich großartig und auch sehr hübsch präsentiert und dazu gab es leckere cojitos mit frischer geraspelter kokosnuss. auf jeden fall ein weiteres kulinarisches highlight.































































































































