day 15: scheiden tut weh

kaum an einem anderen tag haben wir es geschafft so früh aufzustehen wie an diesem. die hängematten, das meer und den pool noch ausnutzen war einfach zu verlockend. und ein aufziehender tropischer sturm hat es uns leichter gemacht uns schließlich doch vom paradis loszureißen. zum glück hat er sich nicht zu dem hurricane ausgewachsen, als der er angekündigt war. vor dem beginnenden regen sind wir zum frühstück geflüchtet: french toast with caramelized bananas. omnomnom.

als wir schließlich losfuhren – leider ohne dass es mir gelungen war weitere bad-utensilien von den wagen der zimmermädchen zu stibitzen – regnete es in strömen. ganz schön beeindruckend so ein tropischer wolkenbruch. und zum glück auch schnell wieder vorbei. die rückfahrt über die keys war sonnig und man hatte freie sicht auf die alte eisenbahnbrücke, die herr flagler vor ca. 100 jahren (?) bauen ließ, um die keys zu verbinden. nur leider waren wegen der sturmwarnung die meisten strand-zugänge gesperrt. wir haben trotzdem eine nette stelle gefunden an der man richtig weit ins meer hineinlaufen konnte, ohne dass das wasser einem höher als bis zur hüfte reichte. dort haben wir pausiert, geplanscht, uns gesonnt und gelesen. man sieht: wir wollten die keys gar nicht mehr verlassen.

schließlich mussten wir uns doch losreißen. wir wollten ja schließlich auch noch etwas von miami beach sehen. nachdem wir uns wieder durch den verkehr gequält hatten, stellte sich heraus, dass wir uns das auch hätten schnenken können. zunächst war unser hotel, das als wir gebucht haben noch eine hohe position bei tripadvisor hatte, eine einzige enttäuschung: unsere zimmer waren noch nicht fertig, alles sah billig und heruntergekommen aus, vieles war kaputt, die rezeptionisten waren unfreundlich und inkompetent und überall rannte geschmacklos gekleidetes partyvolk herum – man fühlte sich mehr wie in einer jugenherberge als in einem hotel. und dafür hatten wir extra beschlossen für die letzte nacht etwas mehr auszugeben. auch als wir unser gepäck im zimmer angestellt hatten und uns auf die straße wagten, wurde es nicht besser. wir fühlten uns unwohl und völlig fehl am platz. es war eine atmosphäre wie in einem heruntergekommenen pauschaltouristen ort. und die berühmten art deco häuser konnten die sache auch nicht mehr retten. nur der strand war nett. ich bin mir sicher es gibt auch nette ecken in miami – nur miami beach ist keine davon.

die schramme an meinem kinn stammt übrigens noch von einem missglückten tauchversuch im zu flachen swimmingpool in key west – ein nettes sourvenir.

was unseren abend letztendlich noch gerettet hat, war dass ein sehr gutes cubanisches restaurant ganz in der nähe von unserem hotel war. als wir um halb acht dort ankamen waren wir die ersten gäste. zuerst saßen wir in dem sehr hübsch gestalteten innenhof, aber dann haben die moskitos uns vertrieben. so unangenehme stiche hatte ich wirklich schon lange nicht mehr. das essen war aber wirklich großartig und auch sehr hübsch präsentiert und dazu gab es leckere cojitos mit frischer geraspelter kokosnuss. auf jeden fall ein weiteres kulinarisches highlight.

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day 14: rollercoaster

an unserem ganzen tag auf key west wollten wir jetski fahren gehen. wir hatten eine geführte tour gebucht auf der man in 2 stunden einmal um die insel herumfährt. unsere gruppe war bunt gemischt, es war auch eine familie mit zwei töchtern unter 10 dabei. ich dachte das würde bestimmt lustig werden. wie ich mich geirrt hatte! von anfang an hatten wir schwierigkeiten an den jetskis, die vor uns losgefahren waren, dran zu bleiben. das hatte zur folge, dass wir nicht auf dem glatten wasser fahren konnten, das die anderen hinterlassen haben. stattdessen war es ziemlich wellig. wir hatten die wahl langsam und schaukelig zu fahren oder schnell und ruhiger. aber dafür erschien mir ein potentieller sturz bei höherer geschwindigkeit als erheblich schreckeinflößender. mir blieb nichts anderes möglich als mich mit den knien auf dem gerät festzuklemmen und mich an luis festzuklammern. am nächsten tag lief ich wie ein cowboy. diese zwei stunden waren die längsten meines lebens und es gan wirklich momente in denen ich dachte ich würde sterben, auch wenn das jetzt lächerlich klingt. ich finde die betreiber hätten uns warnen müssen und die guides hätten mit der geschwindigkeit mehr rücksicht auf uns nehmen müssen. die fotos, die wir mit einer wegwerfkamera gemacht haben, sind aber trotzdem ganz schön geworden.

nachdem wir trotz allem sicher wieder zurück waren gingen wir erstmal ein bisschen souvenir shoppen – einen schwamm und schöne muscheln. nicht selbst gesammelt aber dafür umso schöner poliert. auf dem heimweg über die duval street haben wir uns dann noch ein echtes stückchen key lime pie gegönnt.

damit hatte der schöne teil des tages angefangen. wir sind zurück ins hotel gegangen, haben uns eine liegematte gekrallt, Luis hat den pool genossen, ich habe in der liegematte gelegen, gelesen und geschlafen. wir waren bis 10 uhr abends am pool und hatten ohn zuletzt fast für uns. zurück im hotelzimmer haben wir noch beim pizzaservice pizza mit sausage bestellt. omnomnom!

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day 13: south of eden

an diesem morgen haben wir das inklusive frühstück mal wieder verschlafen. aber wir haben uns sogleich mit donuts getröstet, die noch vom vorabend übrig waren. dann ging es los auf einem nur 4-spurigen highway, erst durch sehr heruntergekommene wohngebiete und dann entlang der everglades. ich frage mich, ob ich mir die “alligators crossing” schilder nur eingebildet habe, oder ob sie wirklich da waren. bald fuhren wir auch schon nach key largo, das noch ganz schön kommerziell und nah an der kalten realität wirkte. in einem supermarkt haben wir uns nochmal mit einigem strandzubehör eingedeckt: lsf 100 sonnenspray, da wir beide vom wasserpark einen fiesen sonnenbrand mitgenommen hatten, und schnorchel und taucherbrille für luis. ich war damit erstmal fertig. unser nächster stop war in einem bird sanctuary, wo verletzte vögel aufgenommen und gesund gepflegt werden. es gab adler, falken, eulen, papageien – und pelikane sogar in freier wildbahn und frei von jeder scheu.

hooray for boobies!

nach unserem besuch bei den vögeln ging es weiter richtung key west. schon bald haben wir neben der straße angehalten und mit meerblick (türkis! glitzernd!) sandwiches gegessen. aber natürlich wollten wir so schnell wie möglich ins hotel. die strecke war super, immer sah man aufs meer und wir sind über einige extrem lange brücken gefahren. schon eine leistung diese inselkette so mit straßen zu verbinden – wenn auch eine fragwürdige. schließlich kamen wir am hotel an – dem casina marina resort (gehörig zum waldorf astoria!). war schon ein ganz schön feiner bau und auch unser zimmer war schön mit super parkett und durch palmen verdeckten meerblick. ein bisschen klein war es allerdings schon. aber wen interessiert das, wenn draußen überall hängematten sind auf den man enstpannen, cocktails schlürfen, lesen und wunderbar schlafen kann?

es war wirklich schwer sich wieder von der hängematte loszureißen und so war es auch schon ganz schön spät als wir uns auf der suche nach essbarem aufmachten in richtung key wester innenstadt. key west ist ja ein weiterer von schwulen favorisierter urlaubsort. allerdings sah die gay community hier ganz anders aus als in provincetown und auch in chelsea: sehr party-orientiert, oben ohne, hotpants, federboa, high heels – passend zu den warmen temperaturen und dem guten cocktail angebot. gegessen haben wir in einem mexikanischen restaurant, das okay aber nicht überwältigend war. ich hätte lieber karibisch probiert, aber es war zu spät um noch weit zu laufen. und die duval street – die hauptstraße von key west – war vom hotel gut zu fuß zu erreichen. fototgrafierenswert war hier auf den ersten blick nichts außer dieses schild im schaufenster einer galerie. recht haben sie!

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day 12: typhoon lagoon

für unseren tag in orlando stand der disney waterpark “typhoon lagoon” auf dem programm. wir standen also unmenschlich früh auf um gleich im moment der öffnung da zu sein. das hat sich gelohnt, denn wir konnten uns eine liege im schatten reservieren (ganz die deutschen touristen) und die besten attraktionen während der ersten stunde fast ohne schlange fahren. danach machten wir nach und nach die anderen durch. den salzwasser see mit den exotischen fischen und kleinen haien, den man mit einem schnorchel durchschwimmen muss, fand ich ziemlich furchtbar. dafür waren die anderen sachen toll und auf dem lazy river haben luis und ich uns in bequemen schwimmreifen anderthalb mal um das ganze areal herumtreiben lassen. der wellen-pool produzierte die unglaublichsten, furchteinflößendsten wellen, die ich je gesehen habe – von denen habe ich mich auch lieber ferngehalten. insgesamt war die ganze sache aber vorbildlich aufgebaut, perfekt durchtdacht, makellos sauber und sehr sehr spaßig und unterhaltsam. es war bestimmt die richtige entscheidung diesen wasserpark zu besuchen. gegen mittag hatten wir dann aber alles gesehen, unsere mitgebrachten sandwiches verspeist, genug von den immer zahlreicher werdenden menschen und die ersten anzeichen eines sonnenstichs und machten uns deshalb nochmal auf den weg nach downtown disney. ich hatte mir den größten disneystore der welt am vorabend nicht eingehend genug anschauen können und so haben wir das noch nachgeholt – viel probiert aber nichts mehr gekauft.

eigentlich wäre es schlau gewesen, danach weiter nach miami zu fahren. das war nämlich noch ein ganzes stück und noch so ein abstecher an den strand wie am vortag wäre auch nett gewesen. aber da ich gesehen hatte, dass es in der einen outlet mall auch ein victorias secret outlet gab, führte kein weg daran vorbei sich das einmal anzuschauen. nicht, dass ich mir hätte denken können, dass es dort nur fürchterliche unterwäsche-kreationen in den fragwürdigsten farben geben würde. aber immerhin habe ich bei ted baker noch ein nettes portemonnaie entdeckt. dann sind wir schließlich doch noch losgefahren über einen schnurgeraden, fast leeren highway der endlos durch das vertrocknete hinterland floridas führte. zurück an den atlantik kamen wir in der nähe von palm beach. es wurde schon langsam dunkel und so sind wir nicht mehr an den strand gegangen sondern stattdessen staunend mit dem auto durch straßen mit atemberaubenden villen gefahren. da stand wirklich eine neben der anderen mit perfektem seeblick. wie kann es sein, dass es so viele leute gibt, die sich so ein haus in so einer lage leisten können? und warum gehöre ich nicht dazu? als es ganz dunkel war sind wir auf die interstate zurückgefahren. wir ahnten nicht, was uns da noch erwartete: der verkehr in miami ist mindestens so schlimm wie der in l.a. – auf beiden seiten wird man ständig von autos und motorrädern überholt die lächerlich weit über dem speed limit fahren. dazu war es noch dunkel und die straße war nass. wirklich kein spaß. wir waren sehr froh, als wir im motel in south miami ankamen. und obwohl es das billigste der ganzen reise war, haben wir auch dort sehr gut geschlafen.

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day 11: welcome to the sunshine state

bevor wir uns auf den weg richtung süden machten, wollten wir uns noch fripp island anschauen, das vor beaufort im atlantik liegt. die fahrt dorthin war sehr schön, denn die gegen um beaufort ist überall von meeresarmen durchzogen. leider wurde unser besuch auf fripp island aber nichts, denn die insel ist privat und eine sehr unfreundliche frau im wachhäuschen bei der einfahrt wies uns an sofort umzukehren. aber egal, schließlich ist der weg das ziel. über kleine landtraßen ging es weiter nach savannah. ein netter verkäufer in einem laden in new york hatte uns empfohlen uns dort den alten friedhof anzuschauen. den haben wir tatsächlich auch gefunden. die stimmung war wirklich sehr morbide, überall in den bäumen hing spanisches moos und man hatte so richtig das gefühl, dass hier nachts noch die konföderierten soldaten herumspuken oder so.

mehr haben wir von savannah nicht gesehen, denn wir hatten noch eine lange fahrt vor uns. aber die südstaaten haben uns insgesamt gut gefallen. den rest von georgia haben wir auch recht schnell durchquert ohne eine einzige “vom winde verweht”-mäßige plantage gesehen zu haben. und dann waren wir auch schon in florida, dem letzten staat unsere reise angekommen.

eigentlich wollten wir ja ins landesinnere nach orlando, aber wir hatten noch lust auf strand (ist ja klar in florida) und so sind wir bei crescent beach von der interstate runtergefahren und haben nach einem netten plätzchen gesucht. in flagler beach haben wir ein gefunden. das wasser war warm und am strand liefen attraktive junge menschen in neonfarbenen klamotten herum. vom wasser aus fiel mir auf, dass sich am strand etwas bewegte. wie sich heraustellte waren es sonderbare gelbe krebse, die ich dann ausgiebig fotografiert habe. sie waren sehr scheu und liefen arttypisch seitwärts. das zusammen mit ihren schwarzen knopfaugen sag wirklich possierlich aus. pelikane haben wir auch wieder gesehen.

gegen 7 ging es dann weiter richtung orlando. dort reihten sich entlang des highways vergnügungspark an hotel an wasserpark an outlet mall. und ich dachte immer sea world ist am meer. wir fuhren noch in einem supermarkt vorbei um uns das erste mal während dieses urlaubs alles nötige zu besorgen um leckere amerikanische sandwiches zu machen. nachdem wir diese im hotelzimmer verspeist hatten, mussten wir dringend noch zu einer der outlet malls fahren, weil ich mir zu gerne noch einen neuen badeanzug für den am nächsten tag geplanten besuch im waterpark gekauft hätte. natürlich wurde ich nicht fündig. nike, wohin man mich in fast allen anderen geschäften geschickt hatte, führte keine badeanzüge und der eigentlich sehr nette bei ralph lauren hat mir nicht gepasst. also musste ich mich leider mit einigen sagenhaften günstigen OPI nagellacken trösten. anschließen fuhren wir über den buena vista drive nach downtown disney wo disney einem großzügigerweise auch abends noch die möglichkeit einräumt für disney merchandise geld auszugeben. diese gelegenheit habe ich natürlich gleich dankbar beim schopf gepackt und einen minnie mouse cupcake mix gekauft. währenddessen war luis bei ghirardelli und hat uns beiden ein köstliches eis besorgt – für mich ein peanut butter sundae über das ich zuvor schon bei tripadvisor gelesen hatte. es war wirklich so gut. und ist auch der grund, warum ich auf dem später entstandenen foto so eine wampe habe.

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day 10: southern hospitality

an diesem tag stand eine richtig lange fahrt an. wir fuhren also möglichst früh los und hörten unterwegs mal wieder “the girl with the dragon tattoo” von stieg larsson. das war eine richtig gute unterhaltung während der fahrt. als wir hunger bekamen, beschlossen wir es zu wagen und den double down von KFC zu probieren – zwei panierte hähnchenfilets mit käse und bacon dazwischen. wie nicht anders zu erwarten: ziemlich lecker. und der burrito, den wir bei taco bell gekauft hatten, hat auch richtig gut geschmeckt.

dann ging es weiter richtung süden. wir kamen nach myrtle beach und ich glaube es hat zwei stunden gedauert, bis wir diesen riesigen ferienort durchquert haben. am strand reihte sich eine schreckliche pastellige bausünde an die nächste und eigentlich hätte ich mir die gelegenheit nicht entgehen lassen sollen mir in einem der unzähligen beach wear stores einen neuen badeanzug zu kaufen. aber stattdessen waren wir in einer outlet mall und haben tatsächlich auch beide was bei j. crew gefunden. viel schöner war aber noch, dass die verkäuferin ganz begeistert von meinem rostigen akzent war – das nennt sich dann wohl southern hospitality.

unser ziel für diesen tag war charleston das wir gegen 6 erreichten. erst fuhren wir ein bisschen herum und ich war ganz begeistert, wie hübsch diese stadt doch ist. also parkten wir das auto und machten uns noch ein bisschen zu fuß auf den weg. hier hätte ich wirklich länger bleiben können.

verwunderlich verlaufende schienen

rhett war hier

where royalty meets

schräges haus

rotes haus mit palmettos

pferdewindel

nach diesem kleinen spaziergang hatten wir langsam appetit und entschlossen uns schließlich im auf tripadvisor hochgelobten magnolias essen zu gehen. dieses restaurant ist bekannt für seine südliche küche, die es aber modern interpretiert. so gibt es auch ein magnolias kochbuch. wir mussten ein bisschen auf einen tisch warten und haben uns die zeit an der bar mit einem drink versüßt. als schließlich ein tisch für uns frei wurde, wurden wir dort von unserer wunderbaren kellnerin genevieve begrüßt. die war einfach so herzallerliebst, hat gestrahlt wie ein honigkuchenpferd und auch höchst liebreizend reagiert, als es bei meiner bestellung ein missverständnis gab. das essen war auch sehr gut, schade, dass man das hier nicht bekommt. oder vielleicht auch gut, denn genevieve hat uns verraten, dass das geheimnis der southern cuisine ganz viel butter sei.

nach diesem wunderbare, sehr sättigenden und gar nicht mal sooooo teuren essen stand uns leider noch eine ziemlich weite fahrt in unser hotel in beaufort bevor, wo die damen an der rezeption uns auch etwas genervt drauf hinwiesen, dass sie schon auf uns gewartet hätten. das zimmer war aber (wie alle) sehr gut und wir fielen dankbar ins bett.

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day 9: a storm is coming

den fehler, den wir auf cape cod vermieden hatten, haben wir auf der fahrt auf die outer banks nachgeholt: wir sind am samstag gefahren und standen stundenlang im stau. so lang, dass uns plötzlich sogar total blöde werbeschilder für restaurants am straßenrand lustig vorkamen.

es war sehr heiß an diesem tag und so blieben wir, nachdem wir es endlich nach kitty hawk geschafft hatten, weiter im auto sitzen und suchten einen guten platz um an den strand zu gehen. in kitty hawk, kill devil hills und nags head (ich liebe diese namen!), die nahtlos ineinander übergehen war alles bebaut und kein guter zugang zum strand möglich. aber südlich davon haben wir einen sehr schönen platz gefunden. mir waren die wellen zu hoch und so habe ich lieber vögel fotografiert. die pelikane flogen in langen reihen über das meer und tauchten immer wieder nach fischen. ich hatte noch nie welche gesehen. das war wirklich ein toller anblick.

leider konnten wir nicht so lange am strand bleiben wie es uns lieb gewesen wäre, weil ein massives gewitter aufzog. zu beobachten wie dieser sturm sich entwickelte war aber auch ein erlebnis für sich. das wetter in amerika ist einfach viel extremer als man es hier kennt.

da man in dem starken regen nicht mehr viel von den outer banks hätte sehen können, fuhren wir zurück nach nags head um die brücke zurück zum festland zu nehmen. dabei kamen wir am sugar shack vorbei und stellten fest, dass wir hunger hatten und besser noch was essen sollten, bevor wir weiter fuhren. wir bestellten onion rings und butterfly shrimps. dazu wurden wir üppig mit sauce versorgt. die butterfly shrimps waren lecker, aber nach viel mehr als panade schmeckten sie nicht. eigentlich schade um den shrimp.

frisch gestärkt ging es weiter. die straße, die wir uns ausgesucht hatten, war sehr verlassen und führte immer etwas landeinwärts an der küste entlang. die vegetation sah hier schon ganz anders aus als in new england. neben einem weiteren bärenbaby am straßenrand haben wir keine menschenseele gesehen. luis fing schon an sich zu fragen, ob wir in dieser gegend überhupt übernachten wollen würden. der weg zog sich lange hin und es wurde schon sehr dunkel. und dann hat google maps uns das einzige mal während der gesamten reise enttäuscht und mitten in die pampa statt zum hotel geführt. da sind wir schon ganz schön nervös geworden. aber zum glück hatten wir ein navi auf dem iphone für notfälle und sind so doch noch sicher am hotel angekommen. den fehler habe ich google übrigens gleich gemeldet und er ist auch schon behoben. es muss also nie wieder jemand in der loop road verloren gehen.

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day 8: take me home country roads

dieser freitag war mein geburtstag und darum haben wir ihn standesgemäß bei IHOP gestartet. noch nie zuvor hatte ich solch ekelhaft künstlichen sirup gesehen. die pancake erleuchtung war es jedenfalls nicht. während wir aßen trocknete draußen im auto in der sonne unsere am vorabend von hand gewaschene wäsche. um den hillbilly vormittag perfekt zu machen waren wir danach noch 2 stunden bei super target und haben alles erdenkliche von muffins und geburtstagskerzen bis hin zu fitness dvds gekauft. und luis hat schonmal ausprobiert, wie man sich am besten nach jahren der burger-diät beim einkaufen fortbewegt.

nachdem ich mich endlich losgerissen hatte, fuhren wir los richtung skyline drive. das ist eine straße die auf einem bergrücken entlang am shenandoah valley führt. shenandoah kennt man aus diesem altbekannten lied:

um in die entsprechende stimmung zu kommen haben wir die country station in unserem satelliten-radio gehört und dabei die folgende perle entdeckt. nicht umsonst auf platz 1 der country charts – der text ist wirklich großartig. (frisky!)

der zugang zum skyline drive kostete eintritt, aber wir wurden schon sehr bald mehr als belohnt: neben der straße haben wir einen kleinen bären herlaufen sehen. vor lauter bemühungen meine kamera zu zücken habe ich ihn mir leider gar nicht eingehend ansehen können – das ist immer so das problem mit dem fotografieren: bei dem versuch alles festzuhalten entgeht einem das beste. aber immerhin die aussicht haben wir genießen können. die berge sehen wirklich ganz schön blau aus. zwischendurch standen wir immer wieder im stau, weil man es offensichtlich für schlau hielt im hochsommer während der urlaubssaison die straßen zu erneuern.

irgendwann hielten wir auf einem picknickplatz um meine geburtstagsmuffins zu essen. leider wurden wir sofort von millionen winzigen fliegen attackiert, die hartnäckig versuchten uns in die ohren zu fliegen, so dass wir das festmahl leider im auto fortsetzen mussten. ich bin übrigens nicht wirklich 59 geworden und 95 auch nicht, das waren einfach nur die kerzen mit den hübschesten farben. und zum glück mussten wir trotz (erneutem) insekten-exil im auto nicht ganz auf natur verzichten: wir konnten noch ein reh beim mittagessen beobachten.

irgendwann sind wir dann wieder vom skyline driver runter und an richmond vorbei nach colonial williamsburg gefahren. wenn schon kein williamsburg in brooklyn, dann doch wenigstens in virginia, nicht wahr? unterschiedlicher könnten zwei orte desselben namens allerdings kaum sein. wir sind nach längerer parkplatzsuche ein bisschen in williamsburg herumspaziert und mussten uns kurzfristig unter einem baum vor einem regenschauer verstecken. der ort war hübsch aber ganz schön unspektakulär und für koloniale verhältnisse auch ziemlich mit shoppingmöglichkeiten verstopft.

für mein geburtstagsdinner hatte ich mir das restaurant 2nd street in williamsburg ausgesucht. auf dem weg dorthin haben wir dann festgestellt, dass wir die ganze zeit in einem ganz falschen teil von williamsburg herumgeirrt waren und dass der eigentlich interessante part ganz woanders war. wieder was gelernt. ich glaube aber trotzdem nicht, dass ich nochmal hin muss um mir den eigentlichen ort anzuschauen. auch an diesem abend haben wir es darauf beruhen lassen und sind weiter ins hotel gefahren. dort gab es cosmopolitans aus schmucken gläsern, jakobsmuscheln, lamm satt und frischen fisch.

nach dem essen sind wir weiter ins hotel in newport news gefahren, haben kurz eingecheckt und sind dann noch im in gehentfernung gelegenen kino in inception gegangen. der krönende abschluss für diesen gelungenen tag. das war so ein film, wo man sich nach dem rauskommen wünscht, man hätte ihn noch nicht gesehen, damit man ihn nochmal das erste mal sehen kann.

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day 7: the capital of the world

am donnerstag nahmen wir abschied von der chelsea lodge. dann gab es zum ersten mal ein frühstück von jamba juice.

danach fuhren wir mit der metro zum battery park und nahmen von dort die staten island ferry. die ist umsonst und man kann von unterwegs alles von der freiheitsstatue sehen, was es zu sehen gibt. und die südspitze von manhattan auch. eine fahrt dauert 25 minuten, man ist insgesamt also etwa eine stunde unterwegs. für uns das perfekte programm für unseren letzten morgen in new york.

nach der fährefahrt fuhren wir zurück zum hotel, wo unser auto immer noch unversehrt auf der straße stand. aus new york rauszukommen war etwas abenteuerlich, weil die taxen ziemlich unberechenbar fuhren. aber dann ging es ungestöhrt weiter durch new jersey und delaware, über die delmarva halbinsel und lange brücken richtung washington. dort ging erstmal alles schief und wir verfuhren uns in eine ziemlich unangenehme gegend. den parkplatz am bahnhof, den ich uns ausgekuckt hatte, haben wir auch nicht gefunden. aber dann haben wir das glück wieder gefunden. nur kurz vom capitol entfernt haben wir einen parkplatz auf der straße gefunden, und weil wir so spät dran waren mussten wir nichtmal mehr was dafür bezahlen. wir konnten also in aller ruhe auf der mall umherwandern, und das capitol und das monument und die zahlreichen smithsonian museums (in denen man auch umsonst aufs klo gehen konnte) anschauen.

es war ein schöner abend und überall auf den wiesen wurde softball gespielt. auch auf der wiese vor dem weißen haus, das VIEL kleiner ist, als man es sich vorstellt. und auf dem dach tummeln sich die scharfschützen.

nach unserem besuch im weißen haus machten wir uns zurück auf den weg zum auto. unterwegs fiel mir vor einem der museen diese schöne skulptur auf.

der weg aus washington hinaus dauerte wegen eine staus noch eine ganz schöne weile, aber auf dem weg nach virginia (unserem fünften staat an diesem tag) wurden wir durch einen wunderschönen sonnenuntergang entschädigt. weil wir großen hunger hatten fuhren wir nicht gleich ins hotel sondern erst zu five guys burgers and fries. von dieser kette hatte ich im internet gelesen, dass sie das äquivalent zu in-n-out burgers an der ostküste sei. und so war es auch.

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day 6: 30,000 steps

am mittwoch führte uns unser erster weg in the city bakery zum frühstück. wie immer bei buffets haben wir uns etwas zu reichlich bedient, ordentlich dafür gezahlt, und es dann nicht geschafft. aber immerhin hatten wir eine gute grundlage für einen anstrengenden tag gelegt. nach dem frühstück machten wir uns auf den weg, entlang einer reihe von shops, die ich im vorfeld für interesant befunden hatte und nun besuchen wollte. Und unterwegs liefen uns natürlich noch mehr über den weg: barnes & noble (bücher), brooklyn industries (klamotten), ricky’s new york (beauty bedarf), payless (schuhe), aldo (schuhe und accessoires), topshop (klamotten), tarina tarantino (schmuck), irregular choice (schuhe), marc by marc jacobs (accessoires am arsch der welt). ich muss dazu sagen, dass luis sich auf diesem weg mindestens genauso viel gekauft hat wie ich!

schließlich fuhren wir mit der metro zum times square. der times square ist zwar doof, aber irgendwie wird man sich dort am bewusstesten darüber, dass man sich gerade in new york befindet. das wetter an diesem tag war nicht besonders, zwischendurch hat es ziemlich geregnet, aber das war der üblichen sommerhitze sicher vorzuziehen.

es wurde schon spät und wir bekamen hunger. aber erst wollte ich mir noch einen letzten laden anschauen: m&j trimming in der 6th avenue, ein kurzwarenladen sozusagen. es war unglaublich, so viele knöpfe, borten, bänder, aufnäher, federn, pailetten, perlen etc. hatte ich noch nie gesehen. ich habe nichts gekauft, weil mir dazu die muße gefehlt hat, aber irgendwann werde ich mit ganz viel zeit wiederkommen.

zu abend wollten wir bei rare essen, einem restaurant, das wir bei unserem letzten besuch in new york entdeckt hatten. damals waren wir in der filiale in der lexington avenue. diesmal gingen wir in eine neuere filiale in der west 26th street, die sich unten im Fashion 26 Hotel befindet und entsprechend chic eingerichtet ist. als vorspeise bestellten wir einen korb mit 3 veschiedenen sorten pommes und mehreren dips und als hauptgericht steak burger, die uns letztes mal schon sehr gut geschmeckt hatten.

im internet hatte ich gelesen, dass zum restaurant eine rooftop bar gehört. der haben wir dann auch noch einen besuch abgestattet und leckere cocktails mit stadtblick genossen.

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